Der Dax hat am Donnerstag bis zur Mittagszeit einen Teil seiner anfänglichen Gewinne wieder abgegeben. Gegen 12:30 Uhr notierte der Leitindex bei rund 24.975 Punkten und lag damit 0,2 Prozent über dem Schlussstand vom Vortag. Die Marke von 25.000 Punkten erwies sich erneut als Widerstand, während sich zugleich ein ruhigeres Handelsumfeld abzeichnete.
Dax tut sich mit 25.000-Punkte-Marke schwer
Zu Mittag bewegte sich der deutsche Leitindex nur leicht im Plus und blieb damit unter der Marke von 25.000 Punkten. Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, sagte: „Auch am heutigen Handelstag erweist sich die Marke von 25.000 Punkten für den Dax als eine nur schwer zu überwindende Hürde.“ Der Index werde von einem anhaltenden Verkaufsdruck bei den Autobauern und den Aktien aus den zyklischen Branchen belastet. Gesucht würden dagegen die Aktien von Infineon, Siemens Energy, Airbus und MTU Aero.
Insgesamt hielten sich die Handelsaktivitäten laut CMC Markets jedoch in Grenzen. Lipkow sagte weiter: „Zeit zum Luftholen wurde den Investoren auch von der geopolitischen Front gegeben. Für die kommenden 60 Tage Waffenruhe im Nahen Osten könnte es damit ruhiger an den Finanzmärkten zugehen.“
Sommerflaute und geldpolitische Entscheidungen
Neben der zähen Entwicklung im Dax verwiesen Marktbeobachter auf ein nachlassendes Tempo an den Börsen. Nach Angaben von CMC Markets zeichnete sich sowohl durch die abnehmende Volatilität als auch im Handelsvolumen ein potenzielles Sommerloch ab.
Weitere Impulse blieben auch von geldpolitischer Seite begrenzt. „Die Schweizer Nationalbank hat ihren Leitzins bei null Prozent belassen und sieht keine Inflationsgefahren und Risiken einer zukünftigen Preisinstabilität. Der Aktienmarkt reagiert allerdings kaum auf die erwarteten Nachrichten und tendiert weiterhin seitwärts“, sagte Lipkow.
Schwächerer Euro, festeres Gold, deutlich günstigeres Öl
Die europäische Gemeinschaftswährung zeigte sich am Donnerstagnachmittag schwächer. Ein Euro kostete 1,1469 US-Dollar, ein Dollar war dementsprechend für 0,8719 Euro zu haben.
Der Goldpreis legte leicht zu. Am Nachmittag wurden für eine Feinunze 4.267 US-Dollar gezahlt, was einem Plus von 0,2 Prozent entspricht. Das entspricht einem Preis von 119,61 Euro pro Gramm.
Der Ölpreis gab dagegen deutlich nach. Ein Fass der Nordsee-Sorte Brent kostete am Donnerstagnachmittag gegen 12 Uhr deutscher Zeit 77,83 US-Dollar, das waren 172 Cent oder 2,2 Prozent weniger als am Schluss des vorherigen Handelstags.
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