Osnabrück öffnet wieder seine Türen zur Kunst – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Am 20. Juni verwandelt sich die Stadt von 18:00 bis 24:00 Uhr in ein weit verzweigtes Ateliernetz: Bei der Langen Nacht der Ateliers laden rund 100 Künstlerinnen und Künstler an 38 Standorten dazu ein, ihre Arbeitsräume zu entdecken, Werke aus nächster Nähe zu erleben und hinter die Kulissen kreativer Prozesse zu blicken. Der Eintritt ist frei.
Kunst nicht nur ansehen, sondern erleben
Die Veranstaltung findet 2026 bereits zum sechsten Mal statt und kehrt dabei zum klassischen eintägigen Format zurück. Als Teil des Kulturextras 2026 steht die Ausgabe unter dem Motto „nature.culture.future.“ Genau dieses Spannungsfeld aus Natur, Gesellschaft und Zukunft prägt viele der gezeigten Arbeiten.
Was die Lange Nacht der Ateliers besonders macht, ist ihr offener Charakter: Besucherinnen und Besucher treffen dort auf Kunst nicht im musealen Abstand, sondern direkt am Entstehungsort. Zwischen Farbtuben, Werkbänken, Druckpressen oder Installationen entstehen Gespräche über Ideen, Techniken und Perspektiven.
Zu entdecken gibt es ein breites Spektrum künstlerischer Ausdrucksformen von Malerei, Grafik und Fotografie über Skulptur und Druckkunst bis hin zu Installationen sowie Performance- und Medienkunst. Neben etablierten Kunstschaffenden präsentieren sich auch neue Ateliergemeinschaften und erstmals beteiligte Orte.
Neue Adressen, vertraute Anlaufstellen
Zu den neuen Veranstaltungsorten gehören das Atelier Golden, Studio 35 und der Kulturfleck Seminarstraße. Gleichzeitig bleiben viele bekannte Kunstorte Teil des Programms: die Martinihöfe, die Ateliergemeinschaft Wachsbleiche, das Atelierhaus Nobbenburg sowie die Ateliers von Johannes Eidt und Volker-Johannes Trieb. So entsteht erneut ein kultureller Parcours durch die Stadt mit individuellen Handschriften, unterschiedlichen Arbeitsweisen und überraschenden Einblicken.
Mehr als offene Ateliers
Ergänzt wird die Ateliernacht durch ein vielseitiges Begleitprogramm. Kinder und Jugendliche können bei Mario Haunhorst eigene Zugänge zur Kunst finden. In den Martinihöfen verbindet eine Techno-Performance Klang und Raum. Im Atelier von Werner Kavermann stehen Konzerte um 21:00 und 23:00 Uhr auf dem Programm, während das Atelier m82 mit der Performance „Mutation“ neue Perspektiven auf Veränderung und Zukunft eröffnet.
Kunst erobert auch den öffentlichen Raum
Schon vor der eigentlichen Ateliernacht wird Kunst im Stadtbild sichtbar: Das Zusatzprojekt #kunstsichtbar läuft vom 13. Juni bis zum 2. Juli. Insgesamt 14 Künstlerinnen und Künstler gestalten zwölf Litfaßsäulen im gesamten Stadtgebiet. So wird Kunst Teil des alltäglichen Stadterlebens.
Unterwegs zwischen den Ateliers
Damit möglichst viele Stationen besucht werden können, verbinden kostenfreie Shuttlebusse die Veranstaltungsorte. Das vollständige Programm, die Atelierübersicht und den Shuttleplan gibt es online, das Programmheft liegt außerdem im Kulturhaus Osnabrück in der Marienstraße aus.
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