Am 13. September entscheidet Osnabrück über die politische Zukunft der Stadt. Zwischen 8:00 und 18:00 Uhr werden ein neuer Stadtrat sowie eine neue Oberbürgermeisterin oder ein neuer Oberbürgermeister gewählt. Sollte im ersten Wahlgang niemand die absolute Mehrheit erreichen, folgt am 27. September eine Stichwahl. Für viele Wählerinnen und Wähler gibt es in diesem Jahr einige wichtige Neuerungen – vom neuen Wahllokal bis zur längeren Amtszeit des Stadtoberhaupts.
Einige Wählende müssen in ein anderes Wahllokal
Die wohl wichtigste Änderung betrifft die Wahllokale. Für die Kommunalwahl wurden die Wahlbereiche und Wahlbezirke neu zugeschnitten. Dadurch ändert sich für zahlreiche Wahlberechtigte das Wahllokal. Die Stadt rät deshalb dringend dazu, die Angaben auf der Wahlbenachrichtigung genau zu prüfen.
Die Wahlbenachrichtigungen werden zwischen dem 3. und spätestens 23. August verschickt. Sie enthalten neben dem zuständigen Wahllokal auch Informationen zur Barrierefreiheit sowie Hinweise zur Briefwahl. Wer bis dahin keine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, sollte sich unter der Telefonnummer 0541/323-3232 an die Stadt wenden.
OB künftig wieder für acht Jahre gewählt
Auch bei der Oberbürgermeisterwahl gibt es eine wesentliche Neuerung. Die Amtszeit der künftigen Oberbürgermeisterin oder des künftigen Oberbürgermeisters beträgt wieder acht statt bislang fünf Jahre. Gewählt wird das Stadtoberhaupt mit einer Stimme.
Für den Stadtrat stehen den Wählerinnen und Wählern dagegen drei Stimmen zur Verfügung. Diese können frei auf einzelne Kandidierende oder verschiedene Listen verteilt werden.
Briefwahl bereits ab 3. August möglich
Wer am Wahltag verhindert ist, kann seine Stimme bequem per Briefwahl abgeben. Die Unterlagen lassen sich per QR-Code auf der Wahlbenachrichtigung, über das Serviceportal der Stadt, schriftlich oder persönlich im Wahlbüro beantragen.
Bereits ab dem 3. August ist außerdem wieder die Briefwahl vor Ort im Wahlbüro an der Sedanstraße 109 möglich. Dort können Wahlberechtigte ihre Unterlagen direkt ausfüllen und in Wahlkabinen abgeben oder mit nach Hause nehmen. Selbst ohne Wahlbenachrichtigung ist die Stimmabgabe dort möglich – ein Personalausweis genügt. Für die Briefwahl nutzt die Stadt außerdem die temporäre Postleitzahl 49058, um eine schnellere Zustellung der Unterlagen zu ermöglichen.

Im Wahlbüro an der Sedanstraße 109 kann bereits jetzt gewählt werden. / Foto: Dominik Lapp
Längere Öffnungszeiten im Wahlbüro
Um die Briefwahl zu erleichtern, erweitert die Stadt die Öffnungszeiten des Wahlbüros. Geöffnet ist montags von 8:00 bis 16:00 Uhr, dienstags und donnerstags von 8:00 bis 18:00 Uhr sowie mittwochs und freitags von 8:00 bis 12:00 Uhr.
Wer darf wählen?
Wahlberechtigt sind deutsche Staatsangehörige sowie Bürger anderer EU-Staaten, die mindestens 16 Jahre alt sind, seit mindestens drei Monaten ihren Hauptwohnsitz in Osnabrück haben und nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind. Die Eintragung ins Wählerverzeichnis erfolgt automatisch.
367 Kandidierende treten an
Bei der Kommunalwahl bewerben sich insgesamt 367 Kandidierende von elf Parteien und Wählergruppen um die Sitze im Stadtrat. Das Durchschnittsalter beträgt 46 Jahre. Die jüngste Person ist 18 Jahre alt, die älteste 92. Der Frauenanteil liegt bei 36 Prozent, 64 Prozent der Bewerber sind Männer. Die Stadt ist für die Wahl in acht Wahlbereiche mit insgesamt 115 Wahlbezirken eingeteilt.
Stadt sucht noch Wahlhelfer
Für die Durchführung der Wahl werden rund 1.300 ehrenamtliche Wahlhelfer benötigt. Je nach Aufgabe erhalten sie ein so genanntes Erfrischungsgeld zwischen 50 und 70 Euro. Interessierte können sich per E-Mail an wahlhelfer@osnabrueck.de oder telefonisch unter 0541/323-3005 anmelden.
Mehr Interesse als vor fünf Jahren erwartet
Bei der vergangenen Kommunalwahl im Jahr 2021 lag die Wahlbeteiligung in Osnabrück bei 54 Prozent. Die Stadt rechnet diesmal mit einer höheren Beteiligung, da das politische Interesse in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen sei.
Weitere Informationen, Wahlbereichskarten, eine Wahllokalsuche sowie Musterstimmzettel stellt die Stadt auf ihrer Internetseite bereit. Außerdem beantwortet die Wahl-Hotline unter 0541/323-3232 Fragen rund um die Kommunalwahl.
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