Der Dax hat am Dienstagmorgen seine Rekordjagd fortgesetzt und wurde gegen 9:30 Uhr mit rund 26.240 Punkten notiert – ein Plus von 0,9 Prozent zum Vortag. Während Bayer, Infineon und Siemens Energy die Kursliste anführten, brach die Zalando-Aktie nach enttäuschenden Zahlen um fast 15 Prozent ein.
Analyst sieht KI und Halbleiter als Treiber
Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, erklärte: „Die Kauflaune der Anleger in Frankfurt hält an und schiebt einen Dax über der 26.000er-Marke auch heute weiter nach oben“.
"Im asiatischen Handel standen erneut die Technologiewerte aus den Halbleiter- und KI-Sektoren im Fokus. Investoren kauften sehr selektiv Aktien und nutzten so die Kursschwäche von gestern für neue Positionierungen."
"Nach US-Börsenschluss legte das KI-Vorzeigeunternehmen Palantir seine Zahlen für das vergangene Quartal vor und konnte die Skeptiker überzeugen. Das brachte neue Fantasie in den KI-Bereich und verhalf den Aktien zu neuem Schwung."
Quartalszahlen und makroökonomische Daten im Fokus
"Investoren in Europa wurden heute Morgen mit einer ganzen Reihe an Quartalsbilanzen unter anderem von Continental, Zalando, Fresenius Medical Care und Evonik konfrontiert. Im Tagesverlauf werden noch die Zahlen von Bayer erwartet. Auch auf der makroökonomischen Seite richten sich die Blicke auf die Auftragseingänge der US-Industrie, den Handelsbilanzsaldo und die JOLTS-Daten.“
"Das Sentiment bleibt vorerst positiv und die Anleger dürften sich weiter in ausgesuchten Branchen und Sektoren positionieren. Allerdings setzt sich das sehr vorsichtige Vorgehen unter geringen Handelsvolumen der vergangenen Wochen fort. Große Euphorie ist trotz der neuen Rekorde im Dax nicht zu erkennen, was zumindest kurzfristig der Nährboden für weiter steigende Kurse sein könnte."
"Der Iran-Krieg bleibt das marktbestimmende Thema mit viel Brisanz und starken Einflüssen auf die Energiemärkte, auch wenn es derzeit etwas leiser geworden ist".
Die europäische Gemeinschaftswährung blieb am Dienstagmorgen kaum verändert: Ein Euro kostete 1,1510 US-Dollar, ein Dollar war für 0,8688 Euro zu haben.
Der Goldpreis stieg leicht an. Für eine Feinunze wurden 4.061 US-Dollar gezahlt (+0,2 Prozent), was 113,44 Euro pro Gramm entspricht.
Der Ölpreis der Nordsee-Sorte Brent stieg auf 84,52 US-Dollar pro Fass (+0,9 Prozent).