Verteidigungsminister wirbt für angeschlagenen Spitzenkandidaten
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat sich kurz vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl hinter den SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach gestellt. Bei einem gemeinsamen Auftritt im Marienpark betonte Pistorius, er kenne Krach seit 15 Jahren und vertraue ihm. Die gegen Krach erhobenen Vorwürfe der Vorteilsannahme und des Verrats von Geschäftsgeheimnissen würden sich seiner Einschätzung nach nicht bestätigen, wie die Berliner Zeitung berichtet. Die Ermittlungen hatten zu Durchsuchungen in Krachs Wohnung und der SPD-Parteizentrale geführt.
SPD kämpft mit Umfrage-Tief und Pistorius-Effekt
Die Vorwürfe belasten den Wahlkampf der SPD, die in Umfragen aktuell nur noch bei 10 bis 12 Prozent liegt. Pistorius dämpfte jedoch Erwartungen an den Auftritt: Es handele sich nicht um einen klassischen Wahlkampftermin, sondern um die Vorstellung technologischer Potenziale. Dennoch ist die Unterstützung des beliebten Ministers für die angeschlagene Partei ein wichtiger Symbolakt.
Krachs Vorwürfe gegen SPD bleiben unbewiesen
Krach selbst wies alle Vorwürfe zurück und zeigte sich zuversichtlich, dass sie sich als haltlos erweisen werden. Eine finale Klärung der Ermittlungen ist jedoch erst nach der Wahl zu erwarten. Die Berliner Zeitung beschreibt die Lage der SPD als verzweifelt, während Pistorius mit seiner Präsenz versucht, die Partei zu stabilisieren.
Pistorius als letzte Hoffnung für die SPD
Ob die Unterstützung ausreicht, um die SPD vor einem weiteren Absturz zu bewahren, wird sich am Wahlsonntag zeigen. Die Partei hofft, durch Pistorius’ Beliebtheit und seine klare Haltung zu Krach verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen.