In der Osnabrücker Bierstraße ist in der vergangenen Woche erneut ein Baum gefällt worden. Der Osnabrücker ServiceBetrieb (OSB) bestätigt auf Nachfrage der HASEPOST, dass bei einer Kontrolle gleich an drei Stellen Stammfäule festgestellt wurde. Lange kahl bleiben soll der Standort nicht: Für das Frühjahr ist bereits eine Ersatzpflanzung vorgesehen.
Wie OSB-Pressesprecherin Katrin Hofmann gegenüber unserer Redaktion mitteilte, war der Baum erst in der vergangenen Woche kontrolliert und genauer untersucht worden. Das Todesurteil fiel eindeutig aus: „Der Baum wurde letzte Woche kontrolliert und untersucht und wies an drei verschiedenen Stellen Stammfäule auf.“ Die Vollstreckung mit der Kettensäge erfolgte umgehend.
Schon mehrere Bäume in Bierstraße und Heger Straße verloren
Es ist nicht die erste Baumfällung in diesem Teil der Osnabrücker Altstadt. Im April 2025 berichtete die HASEPOST über die Fällung des damals letzten von drei älteren Stadtbäumen im oberen Abschnitt der Bierstraße.
Einer dieser drei Bäume war bereits im Herbst 2023 bei einem Sturm umgestürzt. Ein weiterer musste nach einer Begutachtung aus Sicherheitsgründen entfernt werden. Der zunächst noch als standsicher eingestufte dritte Baum wurde schließlich im April 2025 gefällt, nachdem ihn ein aggressiver Baumpilz stark geschädigt hatte.
Nur wenige Meter entfernt hatte es bereits einige Monate zuvor einen weiteren markanten Baum getroffen: Im Dezember 2024 wurde in der Heger Straße direkt vor der HASEPOST-Redaktion ein rund 40 Jahre alter Zierapfel gefällt. Der Baum, der zwischen der Redaktion und Joe Enochs Sportsbar stand, war abgestorben und hatte bereits seit mehreren Jahren nicht mehr geblüht.
Als Ursache nannte der OSB damals die extremen Hitzesommer der vorausgegangenen Jahre. Auch für diesen Standort setzte der OSB als Ersatz auf die Chinesische Wildbirne.
Stammfäule an Altstadt-Baum / Foto: OSB
Wieder eine Wildbirne als Nachfolger
Auch für den nun frei gewordenen Standort in der Bierstraße ist bereits Ersatz vorgesehen. Im Frühjahr soll dort eine Wildbirne der Sorte Pyrus calleryana ‚Chanticleer‘ gepflanzt werden. Damit werde, so der OSB, „eine entsprechende Fortsetzung der bereits erfolgten Ersatzpflanzungen in der Bierstraße“ vorgenommen.
Die Wildbirne gilt als vergleichsweise anspruchsloser und für Straßenstandorte geeigneter Baum. Sie wächst mit einer schmalen, kegelförmigen bis eirunden Krone und erreicht eine Höhe von etwa acht bis zwölf Metern. Im April und Mai trägt sie zahlreiche weiße Blüten.
Blüten der Wildbirne sind Nahrung für Bienen und Vögel
Gerade diese Blüte soll auch ökologisch einen Nutzen haben. Nach Angaben des OSB gilt die Wildbirne als Nährpflanze für Bienen und Vögel. Hinzu kommt eine auffällige gelbe bis rote Herbstfärbung. Die Sorte verträgt befestigte Standorte und gilt als widerstandsfähig gegen Luftverschmutzung – Eigenschaften, die für einen Standort mitten in der Osnabrücker Altstadt von Vorteil sind.
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