Die Deutsche Bundesbank hat ihren Service in Osnabrück deutlich früher eingeschränkt als bislang erwartet. Seit dem 1. Oktober 2026 ist die Filiale für Privatkunden dauerhaft geschlossen. Banken und Wertdienstleister können den Standort dagegen noch bis Ende März 2028 nutzen. Danach soll auch damit Schluss sein – einen Ersatzstandort in Osnabrück wird es nicht geben.
Das bestätigte die Deutsche Bundesbank auf Anfrage der HASEPOST. Demnach wird die Filiale Osnabrück ihren Betrieb für Bargeldgeschäftspartner, also insbesondere Kreditinstitute und Wertdienstleister, wie angekündigt erst zum 31. März 2028 einstellen.
Für Privatkunden kam das Ende dagegen deutlich früher. „Das Geschäft mit Privatkundinnen und Privatkunden wird aus organisatorischen Gründen bereits zum 1. Oktober 2026 vorzeitig beendet“, teilte Anne Grüttner von der Deutschen Bundesbank auf Anfrage mit.
Privatkunden sollen künftig nach Bielefeld oder Oldenburg ausweichen
Damit können Privatkunden ihre Bargeldangelegenheiten seit Anfang Oktober nicht mehr bei der Bundesbank in Osnabrück erledigen. Wer beispielsweise noch D-Mark in Euro umtauschen möchte, muss sich künftig an andere Bundesbank-Filialen wenden, so jedenfalls die Vorstellung der Bundesbanker.
Als nächstgelegene Standorte nennt die Bundesbank Bielefeld, Oldenburg, Hannover und Dortmund. Der Umtausch von DM-Banknoten und DM-Münzen ist außerdem weiterhin auf dem Postweg möglich.
Gerne genutzt wurde auch der Service der Bundesbank, den Inhalt von Sparschweinen kostenlos zu zählen und in Geldscheine zu wechseln. Die verbleibende Alternative, wenn man dafür nicht extra nach Bielefeld oder Oldenburg fahren will: die Geschäftsbanken oder Sparkassen, doch die verlangen oft mehrere Euro Gebühren für das Geldzählen.
Komplette Schließung der Bundesbank in Osnabück erst 2028
Bereits 2024 hatte die Bundesbank angekündigt, ihr Filialnetz deutlich zu verkleinern. Damals war auch bekannt geworden, dass der Standort Osnabrück langfristig aufgegeben werden soll.
Zu diesem Zeitpunkt war allerdings vor allem von einer vollständigen Schließung im Jahr 2028 die Rede. Dass das Geschäft mit Privatkunden bereits rund eineinhalb Jahre vorher beendet wird, stellt nun eine zusätzliche Einschränkung dar.
Gebäude am Kollegienwall soll verkauft werden
Auch für die Immobilie selbst zeichnet sich inzwischen eine klare Perspektive ab. Nach der endgültigen Schließung werde das Gebäude „voraussichtlich veräußert“, erklärte die Bundesbank gegenüber der HASEPOST. Einen neuen oder kleineren Ersatzstandort in Osnabrück soll es ausdrücklich nicht geben.
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