Osnabrück macht einen weiteren großen Schritt in Richtung flächendeckender Gigabitversorgung. Mit einem symbolischen Spatenstich haben Oberbürgermeisterin Katharina Pötter, Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier und Telekom-Vertreter Peter Richter den Startschuss für die letzte große Ausbaustufe des geförderten Glasfasernetzes gegeben. 658 bislang unterversorgte Adressen sollen in den kommenden Monaten an das Glasfasernetz angeschlossen werden.
Millionenförderung von Bund und Land
Für das Projekt überreichte das Land Niedersachsen einen Förderbescheid über 1,5 Millionen Euro. Weitere drei Millionen Euro kommen vom Bund. Gemeinsam decken die Fördermittel drei Viertel der insgesamt rund sechs Millionen Euro teuren Maßnahme ab, den Rest trägt die Stadt Osnabrück.
„Eine digitale Infrastruktur zählt heute zur modernen Daseinsvorsorge. Deshalb treiben wir als Landesregierung eine flächendeckende und zukunftsfähige Glasfaserversorgung konsequent voran“, sagte Staatssekretär Matthias Wunderling-Weilbier. „Ich freue mich, dass wir mit dieser Förderung nun auch die letzten Adressen in der Stadt Osnabrück direkt mit Glasfaser bis ins Gebäude oder in die Wohnung erschließen können. Von einem leistungsfähigen Netz profitieren private Haushalte ebenso wie Unternehmen – und Osnabrück stärkt damit seine Attraktivität als Wirtschaftsstandort.“
Lücke wird geschlossen
Die betroffenen Adressen waren bislang weder wirtschaftlich interessant für private Netzbetreiber noch anderweitig mit Gigabitanschlüssen versorgt. Die Gigabitkoordinatorinnen der Stadt identifizierten diese Standorte und warben erfolgreich Fördermittel aus dem Programm „Gigabit 2.0“ ein.
„Es ist ein großer Erfolg für den Glasfaserausbau in Osnabrück, dass wir weitere Fördermittel einwerben konnten“, erklärt Stefanie Peterwerth, Gigabitkoordinatorin der Stadt. „Andernfalls wären diese 658 Adressen vom Glasfasernetz abgeschnitten, ohne eine wirkliche Aussicht auf eine künftige Berücksichtigung beim Ausbau.“
Auch Oberbürgermeisterin Katharina Pötter sieht darin einen wichtigen Schritt: „Mit diesem Ausbau schließen wir eine wichtige Lücke und setzen ein Zeichen dafür, dass schnelles Internet für alle Bürgerinnen und Bürger zur Grundversorgung gehört. Es ist eine Investition in die Zukunft, von der unsere Stadt und ihre Menschen nachhaltig profitieren werden.“
Abschluss Ende 2027 geplant
Die Telekom übernimmt den Ausbau. Im gesamten Stadtgebiet werden dafür unter anderem 62 neue Kabelverzweiger und 15 Hauptverteiler errichtet sowie mehr als 465 Kilometer Glasfaser und 108 Kilometer Leerrohre verlegt. Ziel ist es, bestehende Leitungswege möglichst mitzunutzen, um zusätzliche Baustellen zu vermeiden.
„Glasfaser ist die beste Infrastruktur für die nächsten Jahrzehnte. Schon heute hat jeder Haushalt durchschnittlich mehr als zehn internetfähige Geräte – Tendenz steigend. Auch Betriebe können damit auf die stetig wachsenden digitalen Anforderungen flexibel reagieren“, sagt Peter Richter, Konzernbevollmächtigter der Telekom Region Nord. „Hauseigentümer sollten jetzt aktiv werden und ihre Zustimmung für den Hausanschluss erteilen. Sonst kommt die Glasfaser nicht ins Haus, sondern führt lediglich daran vorbei.“
Die Eigentümer der betroffenen Immobilien werden noch im August informiert. Nach den aktuellen Planungen sollen die Bauarbeiten Ende 2027 abgeschlossen sein, die letzten Anschlüsse sollen im Januar 2028 in Betrieb gehen. Dann wird Osnabrück voraussichtlich nahezu vollständig mit Gigabitinternet versorgt sein – 99 Prozent davon direkt über Glasfaser.
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