Die Bundesregierung sieht zu Beginn des dritten Quartals eine Abschwächung der wirtschaftlichen Dynamik. Trotz aufgehellter Stimmungsindikatoren dämpfen anhaltende Energiepreise, der Nahost-Konflikt und Niedrigwasser die Erholung.
Monatsbericht des Bundeswirtschaftsministeriums
Im am Montag veröffentlichten Monatsbericht für September heißt es, zu Beginn des dritten Quartals zeichne sich "Abschwächung der zuletzt recht robusten wirtschaftlichen Dynamik ab". Die Sonderkonjunktur bei energieintensiven Industrien, die durch die gestiegene Auslandsnachfrage im Zuge des Nahost-Konflikts getragen wurde, scheine sich zur Jahresmitte abzuschwächen.
In der Binnenwirtschaft deuten Indikatoren für die private Konsumentwicklung auf eine "nachlassende Dynamik" hin. Neben dem ungelösten Konflikt im Nahen Osten und den erneut gestiegenen Unsicherheiten sowie Energiepreisen gehen vom anhaltenden Niedrigwasser dämpfende Effekte aus, so das Ministerium.
Verhaltene Konsumindikatoren
Aktuelle Indikatoren zur Entwicklung des privaten Konsums zeigen insgesamt ein verhaltenes Bild. Beim GfK-Konsumklima hellten sich im August die Konjunktur- und Einkommenserwartungen etwas auf, doch die Anschaffungsneigung blieb unverändert schwach.
Der HDE-Konsumklimaindex konnte im September den Rückgang des Vormonats wieder nahezu aufholen, verbleibt aber unter dem Niveau vom Jahresbeginn. Beim Ifo-Geschäftsklima im Einzelhandel tendierten im August sowohl die Lageeinschätzung als auch die Erwartungen etwas günstiger.
Dämpfer für die Konjunktur
Insgesamt dürfte die konjunkturelle Erholung im dritten Quartal "spürbaren Dämpfer" erfahren, heißt es im Monatsbericht weiter.