Rechtsextremisten in Deutschland verfügen über Hunderte Schusswaffen. Das zeigt eine Abfrage bei den Innenministerien, die der Verein Campact initiiert hat und über die der "Spiegel" berichtet. In mehreren Bundesländern sind Rechtsextreme und AfD-Mitglieder mit waffenrechtlichen Erlaubnissen registriert. Zugleich ringen die Innenminister seit Monaten um ein gemeinsames Vorgehen zur Entwaffnung von Extremisten.
Hunderte Waffen in den Händen von Rechtsextremen
Rechtsextremisten in Deutschland besitzen Hunderte Schusswaffen. Das geht aus einer Abfrage bei den Innenministerien hervor, die der Verein Campact initiiert hat und über die der „Spiegel“ berichtet.
In Sachsen-Anhalt sind demnach 56 AfD-Mitglieder mit einer Waffenbesitzkarte registriert. Der dortige AfD-Landesverband wird vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. In Baden-Württemberg besaßen 214 Extremisten eine waffenrechtliche Erlaubnis, wobei nicht erfasst ist, wie viele von ihnen bei der AfD sind. In Mecklenburg-Vorpommern entfallen auf 70 Rechtsextreme 398 Waffen, was im Schnitt mehr als fünf Waffen pro Person bedeutet.
Uneinigkeit unter Innenministern
Die Innenminister beraten seit Monaten über die Entwaffnung von Extremisten. Auf ein gemeinsames Vorgehen konnten sie sich nicht einigen. Vielerorts laufen Prüfverfahren. In Berlin etwa prüft der Senat die waffenrechtliche Erlaubnis von 13 Rechtsextremisten.
Petition gegen Waffen für die AfD
Mit einer Petition bei WeAct, der Petitionsplattform von Campact, fordern fast 200.000 Menschen: „Keine Waffen für die AfD.“ Initiator Thomas Günther spricht von „roten Linien gegenüber bewaffneten Extremisten“ und fordert eine konsequente Anwendung des Waffenrechts. Die Zitate stammen von der Petitionsplattform WeAct und dem Verein Campact.
✨ mit KI bearbeitet
