Auf Autofahrer und Anlieger an der Winkelhausenstraße in Osnabrück kommen ab Anfang August größere Einschränkungen zu. Die Stadt startet am kommenden Montag (3. August) mit dem Endausbau der Straße und der dazugehörigen Stichstraße. Die Arbeiten erfolgen in sieben Bauabschnitten unter Vollsperrung und sollen bis April 2027 dauern. Gleichzeitig wird die Straße mit neuen Bäumen und Versickerungsflächen an die Folgen des Klimawandels angepasst.
Erster Bauabschnitt beginnt bei der Polizei
Los geht es am 3. August im Bereich der Polizei. Der erste Abschnitt reicht von der Römereschstraße bis zur Einmündung hinter dem Grundstück der Polizei und soll bis Ende August fertiggestellt sein. Anschließend kann die Straße An der Netter Heide als Umleitungsstrecke für die weiteren Bauphasen genutzt werden.
Von Anfang September bis voraussichtlich Mitte Oktober folgen die Bauabschnitte zwei und drei. Dabei wird das Teilstück bis zur zweiten Zufahrt der Kfz-Technik voll gesperrt. Von Mitte Oktober bis etwa Mitte Februar wandert die Baustelle mit den Abschnitten vier und fünf weiter bis zur Zufahrt der Zappelarena.
Stichstraße und Wendehammer zum Abschluss
In den Bauabschnitten sechs und sieben sind schließlich von Mitte Februar bis Mitte März die Stichstraße, der Wendehammer und der Verbindungsweg an der Reihe. Insgesamt sollen die Arbeiten nach Angaben der Stadt voraussichtlich im April 2027 abgeschlossen sein.
Fußgänger und Radfahrer können die gesperrten Bereiche während der gesamten Bauzeit über Wege durch den angrenzenden Grünzug umgehen. Die Grundstücke bleiben zu Fuß jederzeit erreichbar. Auch die Zufahrt mit dem Auto soll größtenteils möglich sein. Während des Asphalteinbaus wird sie allerdings tageweise vollständig gesperrt. Betroffene sollen darüber vorab informiert werden.
Gehweg weicht Bäumen und Versickerungsfläche
Mit dem Ausbau verändert sich nicht nur die Straße selbst. Die Stadt hat ihre ursprünglichen Planungen überarbeitet, um mehr Platz für Maßnahmen zum Klimaschutz zu schaffen. Der ursprünglich vorgesehene Gehweg auf der östlichen Seite entfällt. Stattdessen entsteht dort eine größere Entwässerungsmulde mit zusätzlichen Bäumen und Versickerungsflächen.
„Durch den bewussten Verzicht auf den östlichen Gehweg gewinnen wir wertvollen Raum für zusätzliche Bäume und eine erweiterte Versickerungsfläche“, erklärt Stadtbaurat Thimo Weitemeier. „Damit setzen wir das Prinzip der Schwammstadt ganz konkret um. Regenwasser fließt nicht ungenutzt in die Kanalisation, sondern versickert vor Ort, was das Mikroklima im Quartier verbessert und die Infrastruktur bei Starkregen entlastet.“
Radschutzstreifen auf beiden Seiten
Einen Gehweg wird es künftig auf der südwestlichen Straßenseite geben. Dieser wird gepflastert und 2,50 Meter breit. Die acht Meter breite Fahrbahn erhält zudem auf beiden Seiten Radschutzstreifen. Damit soll nach Angaben der Stadt die Verkehrssicherheit erhöht werden.
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