Nach iranischen Raketenangriffen auf US-Stützpunkte eskaliert die Lage im Nahen Osten weiter.
Nach iranischen Raketenangriffen auf US-Militäreinrichtungen im Nahen Osten hat US-Präsident Donald Trump mit harten Vergeltungsmaßnahmen gedroht. In einem Telefoninterview mit dem Sender Fox News erklärte Trump, der Iran werde „hart getroffen“ und „eine Tracht Prügel bekommen“, wie die Financial Times berichtet. Zugleich ließ er weitere Verhandlungen mit Teheran nicht aus, indem er betonte, man werde den Iran „weiterreden lassen“.
USA reagieren auf neue Vorwürfe
Zuvor hatte das US-Zentralkommando Centcom auf X mitgeteilt, die iranischen Revolutionsgarden hätten ballistische Raketen auf US-Stützpunkte abgefeuert, die jedoch abgefangen worden seien. Iranische Medien berichteten laut Bloomberg, die Islamischen Revolutionsgarden hätten als Reaktion auf „aggressive US-Aktionen“ einen Stützpunkt in Jordanien angegriffen. Der staatliche iranische Sender IRIB gab zudem an, die USA hätten einen Ort in der iranischen Provinz West-Aserbaidschan attackiert.
USA und Saudi-Arabien bombardieren Milizen im Irak
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters griffen die USA und Saudi-Arabien gemeinsam von Iran unterstützte Milizen im Irak an. Dabei seien mindestens 20 Mitglieder der irakischen Volksmobilisierungskräfte getötet und 32 verletzt worden. Washington und Riad begründeten die Angriffe mit Drohnenattacken auf saudische Ölanlagen, die vom Irak aus gestartet worden seien.
Ölpreis steigt auf fast 90 Dollar pro Barrel
Die Eskalation führte zu einem deutlichen Anstieg des Ölpreises. Der Preis für Brent-Rohöl stieg laut Financial Times am Mittwoch um rund 7 Prozent auf knapp unter 90 US-Dollar pro Barrel. Die für den weltweiten Ölhandel wichtige Straße von Hormus bleibt weiterhin weitgehend blockiert. Ein Vorschlag Omans zur gemeinsamen regionalen Verwaltung der Meerenge wurde vom Iran zurückgewiesen, wie Reuters berichtet.
Trump signalisiert mögliche Gespräche mit Iran
Trump betonte trotz der Drohungen gegenüber Fox News, dass weitere Gespräche mit dem Iran möglich seien. Die Lage bleibt damit angespannt, während beide Seiten ihre Positionen weiter verdeutlichen.