Mit gezielten Schwerpunktkontrollen hat die Polizei Osnabrück in den vergangenen Wochen erneut die sogenannte Autoposer-Szene ins Visier genommen – und dabei zahlreiche Verstöße festgestellt.
Pagenstecherstraße und Innenstadtbereich im Fokus
Im Fokus standen vor allem die Pagenstecherstraße und der Innenstadtbereich. Das Ergebnis: manipulierte Fahrzeuge, überhöhte Geschwindigkeit, unnötiger Lärm und sogar Ermittlungen wegen eines mutmaßlich illegalen Autorennens.
Besonders häufig stießen die Einsatzkräfte auf technisch veränderte Fahrzeuge. Vier Autos fielen durch manipulierte Abgasanlagen auf, die das Geräuschverhalten deutlich verstärkten. In allen Fällen erlosch dadurch die Betriebserlaubnis. Zwei Fahrzeuge wurden zur Beweissicherung sichergestellt und werden nun durch Sachverständige untersucht.
Auch darüber hinaus registrierte die Polizei weitere unzulässige Umbauten. Kontrolliert wurden Fahrzeuge mit folierten Heckleuchten, nicht erlaubten Rad- und Reifenkombinationen sowie Veränderungen am Fahrwerk ohne Genehmigung. Auch hier waren die Folgen eindeutig: Betriebserlaubnis erloschen, Verfahren eingeleitet.
105 km/h bei erlaubten 50 km/h
Besondere Brisanz erhielt die Kontrolle durch einen weiteren Verdacht: Gegen einen Prüfer einer Prüforganisation wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts der Falschbeurkundung im Amt eingeleitet. Nicht nur die Fahrzeuge selbst, auch das Verhalten der Fahrer sorgte für Beanstandungen. Insgesamt ahndete die Polizei 15 Fälle unnötiger Lärmentwicklung. Mehrere Rotlichtverstöße kamen hinzu.
Besonders deutlich überschritt ein Autofahrer die Grenzen des Erlaubten: Auf der Pagenstecherstraße wurde er mit vorwerfbaren 105 km/h bei erlaubten 50 km/h gemessen. Nach aktuellem Bußgeldkatalog drohen 560 Euro Bußgeld, zwei Punkte in Flensburg und ein zweimonatiges Fahrverbot.
Darüber hinaus leitete die Polizei gegen zwei Fahrzeugführer ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens ein. Die Kontrollen sollen fortgesetzt werden.
