Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) stößt in der Bevölkerung auf deutliche Skepsis. In einer aktuellen Forsa-Umfrage für RTL und den "Stern" halten drei Viertel der Befragten sie nicht für die richtige Besetzung im Amt, Zustimmung bekommt sie nur von einer kleinen Minderheit.
Breite Mehrheit gegen Reiche im Wirtschaftsressort
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) steht seit Monaten für ihre Politik und ihren Führungsstil in der Kritik. Nach einer aktuellen Forsa-Umfrage für RTL und den „Stern“ senken nun auch die Bundesbürger mehrheitlich den Daumen.
Demnach halten 75 Prozent der Befragten Reiche nicht für die richtige Besetzung im Amt. Lediglich 15 Prozent sind mit ihrer Arbeit zufrieden, zehn Prozent antworteten mit „weiß nicht“.
Kritik in Ost und West sowie in der Koalition
Ähnlich negativ wird Reiches Wirken bei den Bundesbürgern aus Ost (77 Prozent) und West (75 Prozent) gesehen. Selbst im eigenen Lager gilt die ehemalige Vorsitzende der Westenergie AG einer Mehrheit als Fehlbesetzung: 66 Prozent der Anhänger von CDU/CSU trauen der 53-Jährigen nicht zu, die wirtschaftlichen Herausforderungen Deutschlands zu bewältigen. Beim Koalitionspartner SPD sind 70 Prozent mit Reiches Arbeit unzufrieden.
Hohe Ablehnung in klassischen CDU-Milieus
Unter den selbstständig Beschäftigten, eigentlich eher klassische CDU-Klientel, beträgt die Ablehnung sogar 82 Prozent und ist damit unwesentlich geringer als bei den Anhängern der Oppositionsparteien Grüne und Linke (beide 85 Prozent). Bei den Wählern der AfD sprachen sich 81 Prozent gegen Reiche aus.
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte für die Erhebung für den „Stern“ und den Sender RTL 1.008 Deutsche im Zeitraum zwischen dem 11. und 12. Juni 2026.
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