Nach der tödlichen Gewalttat in einer Jugendhilfe-Einrichtung in Stade, bei der in der vergangenen Woche sechs Menschen – darunter Mitarbeiter des Jugendamtes der Region Hannover – ums Leben kamen, wird auch in Osnabrück über den Schutz von Beschäftigten im öffentlichen Dienst gesprochen. Während die SPD-Kreistagsfraktion eine Überprüfung der Sicherheitskonzepte in der Kreisverwaltung fordert, hat unsere Redaktion bei der Stadt Osnabrück nachgefragt, wie man die derzeitige Situation dort bewertet.
Aggressionen gehören zum Arbeitsalltag
Nach Angaben der Stadt sind Mitarbeitende des Jugendamtes – das eigentlich als Fachdienst Familie / Sozialer Dienst bezeichnet wird – und aus anderen Bereichen zunehmend aggressivem Verhalten ausgesetzt. „Mit Aggression und Drohungen sind Mitarbeitende in verschiedenen Handlungsfeldern leider regelmäßig konfrontiert“, erklärt Stadtsprecher Simon Vonstein. „Das ist auch nicht neu, nimmt aber zu. Das nehmen wir grundsätzlich verwaltungsweit wahr, allerdings in unterschiedlicher Intensität.“ Körperliche Angriffe seien jedoch „glücklicherweise aktuell kein Thema“.
Sicherheitsmaßnahmen werden regelmäßig überprüft
Zum Schutz der Beschäftigten verfügt die Stadt nach eigenen Angaben über ein Konzept. Aus Sicherheitsgründen macht die Verwaltung jedoch keine näheren Angaben zu den einzelnen Maßnahmen. „Es gibt Sicherheitsmaßnahmen. Manche sind sichtbar, andere nicht. Details können wir dazu nicht nennen. Die Maßnahmen werden regelmäßig überprüft und bei neuen Erkenntnissen angepasst. Ergänzend dazu nehmen die Mitarbeitenden beispielsweise an Deeskalationsschulungen teil“, so Vonstein.
Konkrete Änderungen nach der schrecklichen Bluttat von Stade wurden von der Stadt Osnabrück nicht angekündigt.
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