Französischer Professor modelliert Liebesgefühle in Gleichungen – Experten skeptisch
Liebe ist für viele ein unberechenbares Gefühl – doch der französische Mathematik-Professor Laurent Pujo-Menjouet sieht das anders. In seinem Buch „Love! Valour! Equations! Mathematics of the Couple“ präsentiert er eine Formel, die angeblich die Entwicklung von Liebesgefühlen in Beziehungen abbildet. Dabei nutzt er Differenzialgleichungen, um die Dynamik zwischen Partnern zu beschreiben.
Liebe schwindet durch Gewöhnung und Zufälle
Seine Theorie berücksichtigt verschiedene Faktoren: den natürlichen Gewöhnungseffekt, der die anfängliche Leidenschaft mit der Zeit abschwächen kann, zufällige Lebensereignisse, die die Beziehung beeinflussen, sowie die individuelle Reaktion der Partner auf Konflikte oder Krisen. Pujo-Menjouet argumentiert, dass diese Variablen die Veränderungsrate des Liebesgefühls bestimmen.
Mathematik entscheidet über Trennungsschwelle
Laut seinen Berechnungen gibt es einen kritischen Schwellenwert. Sinkt das Gefühl unter diesen Punkt, sei eine Trennung unvermeidbar. Medien wie die Zeit, n-tv und RTL berichten über seine These, die sowohl Faszination als auch Skepsis auslöst. Während einige die mathematische Herangehensweise als innovativ feiern, zweifeln andere an der Möglichkeit, ein so komplexes Phänomen wie die Liebe in eine Formel zu pressen.
Formel erklärt Liebe – aber nicht ganz
Pujo-Menjouet betont, dass seine Gleichungen nicht die gesamte Bandbreite menschlicher Emotionen erfassen können. Dennoch sieht er in seiner Arbeit einen Beitrag, um Beziehungen besser zu verstehen – und möglicherweise sogar zu verbessern. Ob seine Formel tatsächlich hält, was sie verspricht, bleibt jedoch umstritten.