Die tödliche Gewalttat in Stade, bei der sechs Menschen ums Leben kamen, sorgt offenbar auch im Landkreis Osnabrück für Konsequenzen. Die SPD-Kreistagsfraktion fordert eine Überprüfung der Sicherheitskonzepte in der Kreisverwaltung und möchte von der Verwaltung wissen, wie Beschäftigte vor möglichen Bedrohungslagen geschützt werden.
Sicherheit der Beschäftigten im Fokus
Auslöser der Anfrage ist die Gewalttat, bei der Mitarbeitende eines Jugendamtes getötet wurden. Die Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion und des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie, Jutta Olbricht, zeigte sich erschüttert über das Geschehen und sprach den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl aus. Gleichzeitig richtet sie den Blick auf die Beschäftigten der Kreisverwaltung im Landkreis Osnabrück. „Wir möchten daher wissen, wie die Verwaltung potenzielle Gefährdungslagen bewertet und welche Sicherheitskonzepte für Mitarbeitende in den Dienststellen des Landkreises vorhanden sind“, so Olbricht.
Prävention und Schutz verbessern
Die SPD-Fraktion möchte unter anderem erfahren, welche Maßnahmen zur Prävention bestehen, wie Beschäftigte auf Bedrohungssituationen vorbereitet werden und wie die Zusammenarbeit mit den Sicherheitsbehörden organisiert ist. Außerdem soll geprüft werden, ob sich der Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter weiter verbessern lässt. Nach Angaben der Fraktion wurde dazu bereits eine entsprechende Anfrage an die Kreisverwaltung gestellt. Ziel sei es, mögliche Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Keine Panik, sondern Vorsorge
Dabei gehe es ausdrücklich nicht darum, Verunsicherung auszulösen, betont die Kommunalpolitikerin. „Uns geht es nicht darum, Ängste zu schüren, sondern verantwortungsvoll zu prüfen, ob der Landkreis Osnabrück auf mögliche Gefährdungslagen bestmöglich vorbereitet ist.“
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