UN-Generalsekretär António Guterres hat vor den Risiken unkontrollierter Künstlicher Intelligenz (KI) gewarnt und zu umfassenden globalen Kontrollen aufgerufen. Bei einer Konferenz in Genf mahnte er insbesondere den militärischen Einsatz von KI-Technologie an und verwies zugleich auf große Zugangsungleichheiten. Unterstützung erhielt er von der Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock (Grüne), die vor „unheilvollen Anwendungen“ von KI warnte.
Warnung vor „Killerrobotern“ und militärischem KI-Einsatz
UN-Generalsekretär António Guterres forderte am Montag bei einer Konferenz in Genf weitreichende, weltweite Kontrollen von Künstlicher Intelligenz. Er warnte laut dts Nachrichtenagentur davor, dass zunehmend leistungsfähige KI-Chips, die ursprünglich für zivile Zwecke entwickelt wurden, nun auf dem Schlachtfeld eingesetzt würden, wo „Killerroboter“ bereits die Norm seien.
Guterres hob zudem die Notwendigkeit eines besseren Zugangs für Milliarden von Menschen hervor, die derzeit keinen Zugang zu dieser „revolutionären Technologie“ haben. Die Technologie stehe zwar im Zentrum der gemeinsamen Zukunft, doch Maschinen könnten nur informieren, während Menschen entscheiden und antworten müssten, wurde er von dts zitiert.
Baerbock warnt vor Deepfakes
Die Präsidentin der UN-Generalversammlung, Annalena Baerbock (Grüne), unterstützte diesen Aufruf und forderte laut dts Nachrichtenagentur kollektive Maßnahmen gegen die „unheilvollen Anwendungen“ von KI. Sie wies darauf hin, dass 99 Prozent aller gemeldeten Deepfakes sexueller Natur seien und 96 Prozent Frauen und Mädchen ins Visier nähmen.
Globale Kontrollen und Energiefragen
Weitere Prioritäten für globale Kontrollen sollten laut Guterres der gesicherte Zugang zu selbstlernender Technologie für Entwicklungsländer und die Nutzung erneuerbarer Energien für alle KI-Datenzentren bis 2030 sein. Er warnte laut dts Nachrichtenagentur davor, dass die Technologie sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf Wirtschaft und Gesellschaft habe.
