Pünktlich zum 90. Geburtstag hat der Zoo Osnabrück eine neue Attraktion eröffnet, die gerade an heißen Sommertagen für Begeisterung sorgen dürfte: In der neuen „Sparkassen-Auenlandschaft“ können sich Besucherinnen und Besucher künftig von feinem Wassernebel abkühlen lassen. Nach Angaben des Zoos handelt es sich um den ersten ausdrücklich als solchen gestalteten Nebelspielplatz Deutschlands – mit einer der größten öffentlich zugänglichen Kühlnebelanlagen des Landes.
180 Düsen sorgen für Abkühlung
Die neue Auenlandschaft entstand auf dem Gelände der ehemaligen Seelöwenanlage und umfasst rund 1.000 Quadratmeter. Herzstück ist eine gepflasterte Fläche in Form eines Auges. Dort erzeugen 180 Hochdruckdüsen einen feinen Wassernebel, der die Umgebung spürbar abkühlen soll.
„Je nach Witterungssituation entstehen beeindruckende Nebelbilder – jedes Mal ein wenig anders“, erklärt Sebastian Benstein, Bereichsleiter Business Operations. Hinzu kommt ein 30 Meter langer Bachlauf. Eine an natürlichen Auen orientierte Bepflanzung soll in den kommenden Wochen und Monaten folgen. Liegestühle und große Steine vom Piesberg bieten Sitz- und Erholungsmöglichkeiten.
300.000 Euro für den ersten Bauabschnitt
Eröffnet wurde die Auenlandschaft am Samstag (15. August) als Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 90-jährigen Bestehen des Zoos. Rund 200 geladene Gäste waren dabei. „Ich freue mich sehr, gemeinsam mit Ihnen dieses Areal zu eröffnen – hier verbinden wir Erholung, Artenschutz und modernste Technik“, sagte Zoogeschäftsführer Philipp Bruelheide.
Für den ersten Bauabschnitt waren rund 300.000 Euro erforderlich. Die Stiftung der Sparkasse Osnabrück und die Stiftung der Sparkassen im Landkreis Osnabrück steuerten zusammen 200.000 Euro bei. Weitere 50.000 Euro kamen von der Prowind GmbH. Daher trägt das neue Areal den Namen „Sparkassen-Auenlandschaft“.
„Mit der wohl weltweit stärksten begehbaren Nebelanlage in Zoos bieten wir den Besuchern ein grandioses Erlebnis“, so Bruelheide.
Pötter: „Wir unterstützen hier an genau der richtigen Stelle“
Zur Eröffnung kamen unter anderem Oberbürgermeisterin Katharina Pötter, Landrätin Anna Kebschull und André Schüller als Vorstandsvorsitzender der beiden beteiligten Sparkassen-Stiftungen.
„Es ist toll, den Zoo immer wieder bei neuen, außergewöhnlichen Projekten zu begleiten und zu sehen, wie er sich weiterentwickelt. Wir unterstützen hier an genau der richtigen Stelle“, sagte Pötter.
Kebschull sieht in dem neuen Bereich gleich mehrere Stärken des Zoos vereint: „In unserem Zoo werden Spaß, Naturerlebnis, Tierbeobachtung und Lernen zu einem Ganzen. Genau das ist eine unserer großen Stärken. Die neue Auenlandschaft ist dabei wie die Kirsche auf der Torte“.
Schafe und Hühner ziehen noch 2026 ein
Noch ist die Auenlandschaft nicht vollständig fertig. In den kommenden Monaten soll das Areal schrittweise erweitert werden. Dazu gehören auch tierische Bewohner: Ouessantschafe und Brahmahühner sollen noch in diesem Jahr einziehen.
„Beides sind besonders interessante, alte Tierrassen und mit den Schafen können Kinder in Zukunft voraussichtlich auch behutsam in Berührung kommen“, erklärt der Zoologische Direktor Tobias Klumpe.
Die Anlage für die Ouessantschafe wird mit 40.000 Euro von der Haarmann-Stiftung Natur und Umwelt unterstützt. Der Förderverein Osnabrücker Zoo beteiligt sich mit 20.000 Euro an der Hühner-Anlage.
Nebelwand zum Start
Zum Abschluss der Eröffnungszeremonie drückten die Verantwortlichen gemeinsam einen Buzzer: Wasser schoss durch die Hochdruckdüsen, eine Nebelwand entstand und zugleich begann der neue Bachlauf zu fließen. Seit Sonntag (16. August) steht die Auenlandschaft allen Zoobesuchern offen.
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