Wie sieht die Zukunft der Gesundheitsversorgung und der Landwirtschaft aus? Antworten darauf hat sich Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies bei einem Besuch der Hochschule Osnabrück aus erster Hand geholt. Im Rahmen seiner Sommerreise machte er als einzige Hochschule des Landes Station in Osnabrück – und wurde dabei selbst zum Testobjekt moderner Forschung.
Hochschule als Schaufenster für Innovation
Unter dem Motto „Orte in Niedersachsen, an denen Zukunft gestaltet wird“ informierte sich Lies über die anwendungsorientierte Forschung der Hochschule Osnabrück. Gemeinsam mit Hochschulpräsident Prof. Dr. Alexander Schmehmann besuchte er den Caprivi-Campus sowie den Campus Westerberg. Im Mittelpunkt standen Projekte aus den Bereichen Gesundheit, Agrartechnologien und Hebammenwissenschaft.
Für die Hochschule ist der Besuch des Ministerpräsidenten ein wichtiges Zeichen. Als größte und forschungsstärkste Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Niedersachsen versteht sie sich als Bindeglied zwischen Wissenschaft und Praxis.
„Wir haben heute gesehen, angewandte Wissenschaft funktioniert, wenn es uns gelingt aus Wissenschaft und Praxis Grundlagen für Wirtschaft und Anwendung zu schaffen und beide Bereiche, Gesundheit und Agrar, sind natürlich zentrale Themen für Niedersachsen. Ich nehme die Begeisterung mit, die hier an der Hochschule Osnabrück herrscht“, sagte Ministerpräsident Olaf Lies.
Physiotherapie hautnah: Im Motion Lab erhält der Ministerpräsident
praktische Einblicke in den Forschungsimpuls „PA.H|LIFETIME.ai“. / Foto: Hochschule
Osnabrück
KI analysiert Bewegungen
Besonders praktisch wurde es im Forschungsprojekt „PA.H|LIFETIME.ai“. Gemeinsam mit den Wissenschaftlern Prof. Dr. Christoff Zalpour und Prof. Dr. Dirk Möller ließ sich der Ministerpräsident einer Bewegungsanalyse unterziehen. Dabei demonstrierten die Forscher, wie künstliche Intelligenz Bewegungsabläufe auswertet, Risikoprofile erstellt und so zur Prävention sowie Gesundheitsförderung beitragen kann.
Agrar-Roboter selbst gesteuert
Auch im Agro-Technicum blieb es nicht bei theoretischen Einblicken. Nach einer Einführung durch Prof. Dr. Jürgen Pfisterer präsentierten Prof. Dr. Christian Meltebrink und sein Team moderne Agrartechnologien. Lies durfte dabei selbst einen Agrar-Roboter steuern und das System bei einer Testfahrt ausprobieren.
Zum Abschluss erhielt der Ministerpräsident von Prof. Dr. Nina Peterwerth Einblicke in die Hebammenwissenschaft und das SkillsLab der Hochschule, in dem angehende Hebammen unter realitätsnahen Bedingungen ausgebildet werden.
Agrar-Technologien der Zukunft: Olaf Lies macht eine Testfahrt auf dem
Gelände des Agro-Technicums. / Foto: Hochschule Osnabrück
Brücke zwischen Wissenschaft und Gesellschaft
Hochschulpräsident Prof. Dr. Alexander Schmehmann sieht in dem Besuch eine Bestätigung der Arbeit der Hochschule: „Der Besuch von Ministerpräsident Olaf Lies unterstreicht die wichtige Rolle der Hochschule Osnabrück als Zukunftsgestalterin für Niedersachsen. Unsere Aufgabe ist es, Forschung, Lehre und Transfer so miteinander zu verbinden, dass daraus innovative Lösungen für Wirtschaft und Gesellschaft entstehen. Genau dafür stehen wir – und genau das macht unsere Hochschule aus.“
Auch Prof. Dr. Bernd Lehmann, Vizepräsident für Forschung, Transfer und wissenschaftliche Qualifizierung, betonte die Bedeutung der engen Zusammenarbeit mit verschiedenen gesellschaftlichen Akteuren: „Die Kooperation zwischen Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Wissenschaft ist genau das, was unsere Hochschule auszeichnet. Wir wollen wissen, was die Gesellschaft braucht, welche Themen die Gesellschaft bewegen, wie wir unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse in wirtschaftliche Verwertung umsetzen“, resümierte Prof. Dr. Bernd Lehmann, Vizepräsident Forschung, Transfer und wissenschaftliche Qualifizierung, am Ende des Besuchs.
