Der Wirtschaftsausschuss des Bundestags plädiert für ein Ende des Öffnungsverbots an Sonntagen und unterstützt damit Forderungen aus dem Handel. Während Handelsverbände eine „radikale“ Abkehr von bisherigen Regeln verlangen, fordern auch politische Stimmen mehr Flexibilität bei Sonntagsarbeit und Ladenöffnungszeiten.
Wirtschaftsausschuss für großzügigere Regelungen
Der Wirtschaftsausschuss des Bundestags spricht sich für ein Ende des Öffnungsverbots an Sonntagen aus. Ausschussvorsitzender Christian von Stetten (CDU) sagte der „Bild“: „Der Bundestag entscheidet über die Sonntagsarbeitszeiten und die Bundesländer über die Sonntagsöffnungszeiten.“ In beiden Fällen sei er für eine großzügige Ausweitung der bisherigen Regelungen.
Handelsverbände fordern „radikale“ Wende
Zuvor hatten bereits mehrere Handelsverbände ein Ende des Öffnungsverbots an Sonntagen gefordert. Der Geschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen, sagte der „Bild-Zeitung“: „Wir sollten den alten Zopf radikal abschneiden. Das haben 1993 die Briten gemacht und 2012 die Italiener und Spanier.“ Die Freigabe der Sonntagsöffnungszeiten sei überfällig.
Unterstützung durch FDP-Vize Kubicki
Auch der FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki spricht sich für eine Freigabe der Ladenöffnungszeiten an Sonntagen aus. Er sagte der „Bild“: „Eine echte Flexibilisierung wäre dringend notwendig. Wer Läden zwangsweise geschlossen halten will, darf sich nicht über sterbende Innenstädte beschweren.“
