Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) hat den Hitze-Aktionsplan der SPD-Ministerien gegen Kritik verteidigt. Sie betont die soziale Dimension von Hitze und die Notwendigkeit, Klimaanpassung im Bauwesen zu verankern.
Hitze als soziale Frage
"Hitze ist längst eine soziale Frage", sagte Bundesbauministerin Verena Hubertz der "Rheinischen Post".
"Wer in einer Dachgeschosswohnung ohne Schatten und ohne eigenen Garten lebt, ist im Sommer deutlich stärker belastet als andere. Klimaanpassung entscheidet sich deshalb dort, wo die Menschen wohnen".
Eine Stadt, die Wasser halte und Schatten spende, sei am Ende auch die lebenswertere, erläuterte die SPD-Politikerin. Deswegen werde Klimaanpassung dort verankert, wo die Weichen für die Stadt von morgen gestellt würden. Wo neu gebaut werde, müsse Platz für Bäume, Schatten und Wasser bleiben. Beides zusammenzudenken sei gute Planung.
"Und wir geben den Kommunen die Instrumente an die Hand, um Grünflächen und Bäume zu sichern und Überflutungsrisiken planerisch zu begegnen. Das ist eine große Aufgabe, mit der wir die Kommunen nicht alleine lassen wollen", so Hubertz.