Der VfL Osnabrück hat sein Heimspiel gegen Tabellenführer Hertha BSC mit 1:3 verloren. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte gerieten die Lila-Weißen kurz nach der Pause in Rückstand und vergaben wenig später per Handelfmeter die große Chance zum Ausgleich. Jonathan Gomez brachte den VfL in der Schlussphase noch einmal heran, ehe Berlin in der Nachspielzeit den Endstand herstellte.
VfL hält vor der Pause gut mit
Im Vergleich zum 3:1 gegen Braunschweig änderte VfL-Trainer Timo Schultz seine Startelf auf einer Position. Leonhard Münst begann für den angeschlagenen Badjie, der nicht im Kader stand. Daniel Kofi Kyereh saß zunächst auf der Bank.
An der Bremer Brücke entwickelte sich zunächst eine offene Partie. Schon früh kam der VfL zu Abschlüssen. Wiemann setzte den Ball nach einer Ablage von Jacobsen über das Tor, später profitierte Meißner von einem missglückten Rückpass Brekalos, scheiterte aber an Hertha-Keeper Marius Gersbeck. Wenig später wurde ein weiterer Abschluss Meißners entscheidend abgefälscht.
Auch die Berliner kamen zu Möglichkeiten. Sebastian Grönning verpasste nach einer Hereingabe aus kurzer Distanz, Jacobsen rettete spektakulär gegen Jon Dagur Thorsteinsson. Auf der anderen Seite zwang Gomez Gersbeck zu einer Parade. Danach wurde Hertha gefährlicher: VfL-Keeper Krumrey wehrte einen Schuss von Josip Brekalo über das Tor ab und parierte wenig später auch gegen Thorsteinsson. So ging es torlos in die Pause.
Brekalo trifft – Meißner scheitert vom Punkt
Ohne Wechsel starteten beide Mannschaften in die zweite Hälfte. Im inzwischen starken Regen schlug Hertha schnell zu. Krumrey faustete eine Hereingabe aus dem Strafraum, Brekalo nahm den Ball vor dem Sechzehner an und traf aus rund 24 Metern per Aufsetzer zum 0:1 (50. Spielminute).
Nur wenige Minuten später bekam der VfL die große Gelegenheit zum Ausgleich. Nach einem Schuss von Münst prallte der Ball an den abgespreizten Arm von Pascal Klemens. Schiedsrichter Felix Weller schaute sich die Szene nach einem Hinweis des VAR am Monitor an und entschied auf Handelfmeter. Meißner schoss nach links, doch Gersbeck parierte (60.). Eine weitere VAR-Prüfung brachte keine Beanstandung.
Osnabrück versuchte weiter nach vorne zu kommen, doch den nächsten Treffer erzielten die Gäste. Nach einer Ecke von rechts landete ein abgeblockter Ball bei Kevin Sessa, der aus acht Metern zum 0:2 einschoss (70.). Kurz zuvor hatte Krumrey noch gegen den gerade eingewechselten Gustaf Nilsson stark pariert.
Gomez verkürzt, Hertha entscheidet das Spiel spät
Der VfL gab sich trotz des Zwei-Tore-Rückstands nicht geschlagen. Wagner köpfte nach einer Flanke zu zentral auf Gersbeck, später brachte Schultz mit Bernd Riesselmann und Konrad Faber zwei neue Spieler. Faber leitete direkt eine gute Gelegenheit ein: Nach seinem Vorstoß über rechts zwang Gomez Gersbeck mit einem Distanzschuss zu einer starken Parade.
Zwei Minuten später war der Hertha-Keeper geschlagen. Gomez dribbelte über die linke Seite und zog nahe der Strafraumecke mit links ab. Der Ball flog über Gersbeck hinweg an den rechten Innenpfosten und von dort zum 1:2 ins Tor (82.). Direkt danach hatte Meißner die nächste Gelegenheit, schoss aber genau auf den Berliner Torwart.
In der Nachspielzeit machte Hertha den Auswärtssieg schließlich perfekt. Farid Alfa-Ruprecht setzte sich bei einem Konter auf der rechten Seite ab und traf zum 1:3 (90.+2). Kurz darauf vergab er eine weitere Gelegenheit, ehe Krumrey gegen Soufian Gouram das mögliche vierte Gegentor verhinderte.
Hertha BSC bleibt dagegen auch nach fünf Spielen ohne Punktverlust und damit Tabellenführer. Der VfL Osnabrück dagegen beendet den 5. Spieltag auf dem 10. Tabellenplatz. Für die Lila-Weißen geht es am kommenden Wochenende in Kiel weiter.