Die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen haben nach Beginn ihrer Offensive im Jemen Drohnen und Raketen auf Saudi-Arabien abgefeuert. Laut Behörden gab es Sirenen, Verletzte und Schäden an Gebäuden. Zudem wurde eine wichtige Ölpipeline abgeschaltet.
Angriffe auf Militär und Zivilbevölkerung
Die Huthis gaben an, eine Militärbasis in der Provinz Sharurah (Region Najran) angegriffen zu haben. Beweise oder Angaben zum Zeitpunkt des Angriffs wurden nicht vorgelegt.
Am Samstag ertönten in der Provinz laut saudischen Behörden Sirenen, ohne dass Opfer oder Schäden gemeldet wurden. In der Nacht soll zudem ein Geschoss im Gouvernorat al-Tawwal am Roten Meer eingeschlagen sein. Dabei wurden zwei Personen verletzt, eine Moschee und mehrere Gebäude beschädigt. Die Zivilschutzbehörde machte die Huthis dafür verantwortlich.
Auswirkungen auf die Ölinfrastruktur
Ein Drohnenangriff hatte zuvor zum Abschalten der Ost-West-Pipeline geführt. Diese transportierte zuletzt bis zu fünf Prozent der weltweiten Ölversorgung. Saudi-Arabien machte vom Iran unterstützte Milizen im Irak für den Angriff verantwortlich.
Am Sonntag kam es offenbar zu weiteren Angriffen auf die Ölinfrastruktur. Medienberichten zufolge soll die Raffinerie in Yanbu Ziel eines Drohnenangriffs geworden sein. Das genaue Ausmaß der Schäden war zunächst unklar.