Borussia Mönchengladbach entlässt Eugen Polanski nach nur drei Spielen ohne Punktgewinn.
Borussia Mönchengladbach hat sich nach dem desaströsen Saisonstart von Trainer Eugen Polanski getrennt. Der Verein bestätigte die Trennung am Sonntagvormittag, nachdem die Borussia am Vortag mit 0:5 gegen den SC Freiburg verloren hatte. Auch Co-Trainer Tobias Trulsen muss den Verein verlassen, wie die „Rheinische Post“ zuerst berichtete. Sportchef Rouven Schröder begründete die Entscheidung mit den mangelnden Ergebnissen trotz guter Vorbereitung und positiver Ansätze. Die Mannschaft habe die gewünschten Leistungen in der Bundesliga nicht erbringen können, so Schröder. Polanski selbst zeigte sich enttäuscht, betonte aber seine Verbundenheit mit dem Verein: „Borussia Mönchengladbach war und bleibt mein Verein. Deshalb tut es so wahnsinnig weh, dass es nun so gekommen ist.“ Er hoffe, dass der Verein schnell die Kurve kriege, wie der Spiegel zitiert.
Borussia trennt sich erneut nach drei Spielen
Die Trennung erinnert an die Vorsaison, als sich die Gladbacher ebenfalls nach drei Spielen von Coach Gerardo Seoane trennten. Polanski hatte die Mannschaft vor fast genau einem Jahr übernommen und die Saison auf Platz zwölf abgeschlossen. Trotz erheblicher Zweifel aus dem Umfeld und des Aufsichtsrats wurde er zur Dauerlösung befördert. In dieser Spielzeit blieb die Borussia nach drei Partien ohne Punkte und mit 3:12 Toren am Tabellenende. Co-Trainer Jan-Moritz Lichte wird die Mannschaft interimsweise für das nächste Spiel gegen Mainz 05 übernehmen, wie t-online.de und die Zeit übereinstimmend berichten.
Tiefgreifende Probleme belasten Traditionsclub
Die Probleme des Traditionsclubs scheinen tiefgreifender zu sein. Wie die Zeit analysiert, kämpft die Borussia seit Jahren mit ähnlichen Schwächen: instabile Abwehr, fehlende Führungsstruktur und regelmäßige Einbrüche. Auch der große Kaderumbruch im Sommer mit elf Neuzugängen brachte bisher keine Besserung. Zudem belastet Verletzungspech die Mannschaft – aktuell fallen fünf Spieler aus. Kapitän Tim Kleindienst, der nach langer Verletzungspause zurückkehrte, verschärfte die Situation durch eine Gelb-Rote Karte in Freiburg und schwächte das Team zusätzlich.
Mögliche Trainer-Nachfolger für Polanski im Gespräch
Wer Polanskis Nachfolger wird, ist noch offen. Als mögliche Kandidaten werden laut Zeit Ole Werner, Horst Steffen, Alexander Blessin oder Christian Eichner gehandelt. Steffen war bereits als Spieler und Nachwuchstrainer für die Borussia tätig. Die Länderspielpause nach dem Spiel gegen Mainz könnte dem neuen Trainer zumindest etwas Zeit geben, erste Veränderungen umzusetzen.