Medizinische Versorgung direkt auf der Straße und ein besonderer Tag für rund 170 wohnungslose Menschen: Gleich zwei Projekte rückten am Wochenende die Unterstützung von Menschen ohne festen Wohnsitz in Osnabrück in den Mittelpunkt. Während die Bürgerstiftung Osnabrück eine neue Straßenambulanz an den Sozialen Dienst SKM übergab, kamen in der Lagerhalle zahlreiche Gäste zu „Gut essen im Abseits“ zusammen.
Medizinische Hilfe kommt zu den Menschen
Die von der Bürgerstiftung finanzierte Straßenambulanz soll künftig dort eingesetzt werden, wo sich wohnungslose Menschen aufhalten. Damit soll auch Menschen eine medizinische Versorgung ermöglicht werden, die vom regulären Gesundheitssystem nur schwer erreicht werden.
Volker Weitkamp, Vorstand der Bürgerstiftung Osnabrück, übergab das Fahrzeug an Heinz-Hermann Flint vom Sozialen Dienst SKM. Gemeinsam mit Dr. Conny Völckers und einem Team ehrenamtlich tätiger Ärztinnen und Ärzte soll die mobile Ambulanz in Kürze an verschiedenen Standorten im Osnabrücker Stadtgebiet zum Einsatz kommen.
„Mit der Straßenambulanz bringen wir medizinische Hilfe direkt zu den Menschen, die das reguläre Gesundheitssystem häufig nur schwer erreicht“, sagt Volker Weitkamp. „Dass so viele Menschen, Unternehmen und Institutionen dieses Projekt unterstützt haben, zeigt, wie viel wir gemeinsam in Osnabrück bewegen können.“
170 Gäste bei „Gut essen im Abseits“
Nur wenige Meter entfernt ging es ebenfalls um Unterstützung, vor allem aber um Begegnung. Zum sechsten Mal fand „Gut essen im Abseits“ statt. Die Bürgerstiftung unterstützt die Veranstaltung seit sechs Jahren. Initiator Thomas Schenk hatte gemeinsam mit zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern diesmal in die Lagerhalle eingeladen.
Rund 170 wohnungslose Menschen folgten der Einladung und wurden dort von zahlreichen Osnabrückerinnen und Osnabrückern bewirtet. Unter den Helfenden waren Oberbürgermeisterin Katharina Pötter, Dr. Matthias Middelberg, Tommy Schneller und Alexander Illenseer.
Mehr als nur eine warme Mahlzeit
Für Initiator Thomas Schenk steht bei „Gut essen im Abseits“ nicht allein das Essen im Mittelpunkt. Die Veranstaltung soll Menschen, die im Alltag häufig übersehen werden, einen besonderen Tag ermöglichen und Raum für persönliche Begegnungen schaffen.
Für die Bürgerstiftung greifen beide Projekte ineinander: Während die Straßenambulanz langfristig ganz konkrete medizinische Hilfe leisten soll, setzt „Gut essen im Abseits“ auf Begegnung, Respekt und gesellschaftliche Teilhabe.
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