# Bosch warnt vor zusätzlichem Stellenabbau in Autozuliefer-Sparte Datum: 25.04.2026 01:09 Kategorie: Deutschland & die Welt URL: https://hasepost.de/bosch-warnt-vor-zusaetzlichem-stellenabbau-in-autozuliefer-sparte-706557/ --- Der Technologiekonzern Bosch prüft angesichts der Lage in der Autoindustrie einen weitergehenden Stellenabbau als bislang geplant. Konzernchef Stefan Hartung hält zusätzliche Einschnitte für möglich, sieht dafür derzeit aber noch keine Grundlage. Zugleich warnte er vor den Folgen des geplanten europäischen Verbrennerverbots für die Automobil- und Zulieferindustrie. ## Stellenabbau könnte über bisherige Planung hinausgehen Bosch-Chef Stefan Hartung schloss nicht aus, dass der Konzern mehr Arbeitsplätze streichen muss als bislang vorgesehen. „Sollten wir noch größere Probleme in der Autoindustrie bekommen, werden wir mehr Stellen abbauen müssen“, sagte Hartung den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben). Zugleich schränkte er ein: „Aber das ist im Moment nicht unsere Annahme. Einzelne Maßnahmen werden sicher notwendig werden, dann aber immer nur spezifische Standorte betreffen.“ Derzeit plant Bosch, rund 22.000 Arbeitsplätze in Deutschland abzubauen, vor allem im Autozulieferbereich. Der Abbau soll sich bis etwa 2030 erstrecken. „Dieser Weg ist unangenehm und führt zu vielen Sorgen in unserer Belegschaft – auch wenn wir den Abbau möglichst sozialverträglich gestalten, etwa mit Regelungen zur Frühverrentung“, sagte Hartung den Funke-Zeitungen. „Dafür nehmen wir auch ein negatives Ergebnis in Kauf. Niemand kann in die Zukunft blicken, aber wenn sich die Lage nicht weiter verschlechtert, bleibt es bei dieser Planung.“ ### Warnung vor Folgen des Verbrennerverbots Zugleich mahnte Hartung laut Funke-Mediengruppe, das europäische Verbrennerverbot auch wirklich zu kippen. „Nach 2035 darf nach jetzigem Stand kein Fahrzeug mehr mit Verbrennungsmotor ausgeliefert werden. Und das steht im vollen Kontrast zu allen anderen Regionen der Welt“, sagte er. „Europa riskiert damit ein weiteres Schrumpfen der Automobil- und Zulieferindustrie.“ ### Zweifel an Kurs beim Aus für Verbrennungsmotoren Der Bosch-Chef ließ gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe Zweifel erkennen, ob das angekündigte Aus vom Verbrenner-Aus tatsächlich umgesetzt wird. „Wenn es tatsächlich zu einer Flexibilisierung kommt, können hybride Fahrzeuge mit einem kleinen Verbrenner zur Erhöhung der Reichweite weiter angeboten werden“, sagte er. „Eine mögliche Lösung wurde schon mehrfach verkündet. Ich warte aber ab, wie die Regulierung endgültig ausfällt.“ ✨ mit KI bearbeitet --- Quelle: Hasepost.de - Die Zeitung für Osnabrück