Medienforum Bersenbrück wird zum Ideenlabor
Vom 23. bis 25. Juni wurde das Medienforum Bersenbrück zum kreativen Ideenlabor. Insgesamt 27 Schülerinnen und Schüler der Berufsbildenden Schulen Bersenbrück und des Gymnasiums Bersenbrück arbeiteten dort unter dem Motto „Dein Kopf, Deine Idee, Dein Startup“ an eigenen Lösungsansätzen für gesellschaftliche und alltagsnahe Herausforderungen.
Der Hackathon „SmartCity goes Bersenbrück“ fand im Rahmen des Projekts IFROS statt. IFROS steht für „Incubation-Format für frühphasige Geschäftsideen“ und begleitet Menschen in der Region Osnabrück dabei, erste Ideen weiterzuentwickeln und daraus tragfähige Konzepte zu formen.
Getragen wird das Projekt von einem Konsortium aus WFO Wirtschaftsförderung Osnabrück, WIGOS und SmartCityHouse. Gefördert wird IFROS mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen der Zukunftsregion StadtLandZukunft OS. Als zentraler Mitveranstalter und Initiator des Hackathons war außerdem die onnecto GmbH beteiligt.
Drei Tage voller Ideen
An allen drei Tagen arbeiteten die Teilnehmenden jeweils von 8 bis 14 Uhr an ihren Konzepten. Trotz sommerlicher Hitze zeigten sie viel Ausdauer, Einsatz und Offenheit für unternehmerisches Denken.
Der erste Tag stand im Zeichen der Problemidentifikation. Unter Anleitung von Martin Niemann vom Gründungszentrum Stadt und Landkreis Osnabrück entwickelten die Jugendlichen mithilfe verschiedener Kreativmethoden erste Ideen. Dabei ging es vor allem um die Frage, welche Herausforderungen sie in ihrem eigenen Alltag und in ihrer Umgebung wahrnehmen – und wie daraus konkrete Lösungen entstehen können.
Im Laufe des Tages bildeten sich sechs Teams, die ihre Ideen an den beiden folgenden Tagen weiter ausarbeiteten. Die Themen reichten von partizipativer Unterrichtsgestaltung über smartes Einkaufen mit Produktsuche und Bus-Tracking bis hin zu einem regionalen Energiespeicher, einem Tankstellenvergleich und einer App gegen Vereinsamung junger Menschen.
Mentoren begleiten die Teams
Am zweiten und dritten Tag wurden die Schülerinnen und Schüler von Mentorinnen und Mentoren der onnecto GmbH, der Stadtwerke Osnabrück, des Gründungszentrums Osnabrück und des SmartCityHouse begleitet. Durch die fachliche Unterstützung konnten die Teams ihre Ideen weiter schärfen, mögliche Herausforderungen besser einordnen und ihre Konzepte praxisnah weiterentwickeln.
Sechs Teams präsentieren ihre Projekte
Der Höhepunkt des Hackathons folgte am Donnerstagabend mit der Abschlussveranstaltung im Medienzentrum Osnabrück. Ab 17:30 Uhr präsentierten alle sechs Teams ihre Projekte in jeweils fünf Minuten auf der Bühne.
Vor Publikum und Jury stellten die Jugendlichen ihre Ideen professionell vor. Bewertet wurden die Pitches von Maren von der Heide, Vorstand der Kreissparkasse Bersenbrück, Christian Wurst, Geschäftsführer von Wurst Stahlbau, Laurens Tomoor, Geschäftsführer von Tomore Music, sowie Michael Klumpe, Erster Samtgemeinderat.
Auch Landrätin Anna Kebschull verfolgte die Präsentationen mit großem Interesse. Sie stellte den Teams Rückfragen und betonte in ihrem Grußwort die Bedeutung solcher Formate für die Entwicklung junger Menschen.
Team „Sumo“ gewinnt mit App gegen Einsamkeit
Nach sechs überzeugenden Pitches und intensiver Beratung der Jury setzte sich schließlich das Team „Sumo – Share unique moments united“ durch. Die fünf Schülerinnen und Schüler entwickelten eine soziale Echtzeit-App, die spontane Treffen zwischen Menschen ermöglichen soll.
Ziel der Anwendung ist es, tiefgründige Freundschaften zu fördern und Einsamkeit bei jungen Menschen zu reduzieren. Die Idee entstand aus einer persönlichen Fragestellung: Wie geht es nach dem Schulabschluss weiter, wenn ein Umzug in eine neue Stadt bevorsteht und die Sorge besteht, dort allein zu sein und keinen Anschluss zu finden? Aus dieser Erfahrung entwickelte das Team eine Lösung, die gesellschaftliche Relevanz, Nähe zur Lebenswelt junger Menschen und unternehmerisches Potenzial miteinander verbindet.
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