Die Vollsperrung der Mindener Straße soll noch bis 2028 dauern – für den dort ansässigen Edeka-Markt Kallmeyer könnte das zum ernsten Problem werden. Der familiengeführte Nahversorger berichtet bereits während der derzeitigen Teilsperrung von deutlichen Umsatzrückgängen und appelliert an Stadt und Politik, die Erreichbarkeit der ansässigen Geschäfte stärker zu berücksichtigen.
Umsätze gehen bereits zurück
Der Markt übernimmt seit vielen Jahren einen Teil der Nahversorgung im Osnabrücker Osten und beschäftigt zahlreiche Mitarbeiter. Durch die geplante Vollsperrung würde jedoch eine der wichtigsten Zufahrtsmöglichkeiten für Kunden wegfallen. Vor allem aus westlicher Richtung wäre der Markt nur noch über größere Umwege erreichbar. Schon jetzt bekommt das Unternehmen nach eigenen Angaben die Auswirkungen der Bauarbeiten zu spüren. Die aktuelle Sperrung im Abschnitt zwischen den Einmündungen Auf dem Winkel und Siemensstraße habe zu deutlichen Umsatzrückgängen geführt.
„Schon die aktuelle Sperrung trifft uns stark“
Dass die Mindener Straße saniert werden muss, stellt Inhaber Andre Kallmeyer nicht grundsätzlich infrage. Er fordert jedoch, die Folgen für die ansässigen Unternehmen stärker in die Planungen einzubeziehen. „Wir verstehen, dass Straßen und Infrastruktur modernisiert werden müssen“, so der selbstständige EDEKA-Kaufmann. „Gleichzeitig dürfen die Auswirkungen auf die Unternehmen vor Ort nicht aus dem Blick geraten. Wir wünschen uns, dass diese stärker berücksichtigt werden. Unsere Kunden sind auf eine unkomplizierte Erreichbarkeit angewiesen. Schon die aktuelle Sperrung trifft uns stark.“
Appell an Stadt und Politik
Mit Blick auf die bis 2028 geplanten Arbeiten sieht das Unternehmen erhebliche wirtschaftliche Herausforderungen und fürchtet um die Zukunft des Standorts. Deshalb richtet Kallmeyer einen Appell an Politik und Verwaltung, gemeinsam mit den betroffenen Gewerbetreibenden nach Lösungen für die Bauzeit zu suchen. „Wir sehen uns als Partner der Stadt und möchten weiterhin einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Menschen vor Ort leisten. Deshalb hoffen wir auf Lösungen, die sowohl die erforderlichen Baumaßnahmen ermöglichen als auch die Existenz der ansässigen Betriebe sichern“, sagt Andre Kallmeyer.
Welche Maßnahmen konkret helfen könnten, lässt das Unternehmen offen. Ziel müsse es jedoch sein, die Erreichbarkeit des Marktes und der weiteren Betriebe entlang der Baustelle während der langjährigen Arbeiten bestmöglich zu sichern.
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