Nicht jeder Anruf bei der Polizei dreht sich um Einbrüche, Unfälle oder Gewaltdelikte. In den vergangenen Tagen haben die Beamten in Stadt und Landkreis Osnabrück gleich mehrere ungewöhnliche Fälle beschäftigt – von einer vermeintlichen Bekanntschaft mit Robbie Williams über eine zerstörte Kaffeetasse bis zum Gülle-Gestank.
Fast 1.000 Euro für den vermeintlichen Robbie Williams
Eine Osnabrückerin mittleren Alters war überzeugt, über soziale Netzwerke mit keinem Geringeren als Robbie Williams zu schreiben. Der vermeintliche Weltstar erklärte schließlich, seine Konten seien gesperrt, und bat die Frau um Geld. Sie überwies knapp 1.000 Euro. Danach brach der angebliche Robbie Williams den Kontakt ab.
Teure „energetische Wohnungsreinigung“
Noch wesentlich höhere Summen stehen bei einem anderen Fall im Raum. Eine ältere Osnabrückerin stieß im Internet auf ein Unternehmen, das unter anderem „energetische Wohnungsreinigungen“ anbietet. Ein Mitarbeiter kam zu ihr nach Hause und führte eine solche „Reinigung“ für vereinbarte rund 3.000 Euro durch. Damit war die Sache allerdings nicht erledigt: Anschließend erhielt die Frau weitere Rechnungen über insgesamt rund 12.000 Euro – für Dienstleistungen, die nach ihren Angaben gar nicht vereinbart worden waren.
Kaffeetasse fällt vom Autodach
Auch eine verlorene Kaffeetasse wurde zum Fall für die Polizei. Eine Frau aus dem südlichen Landkreis hatte ihre Tasse auf dem Dach ihres Autos vergessen und fuhr los. Während der Fahrt fiel sie herunter und wurde von einem nachfolgenden Fahrzeug überfahren. Besonders ärgerte die Frau offenbar, dass dessen Fahrer nicht anhielt.
33 Jahre ohne solchen Gülle-Gestank
Im Nordkreis sorgte dagegen ein alltäglicher Bestandteil des Landlebens für einen Anruf bei der Polizei. Eine Frau beschwerte sich über Landwirte, die in der Umgebung Gülle ausbrachten. Der dadurch verursachte Gestank sei unerträglich. Einen derartigen Geruch habe sie in 33 Jahren noch nicht erlebt.
Partygänger nimmt Verkehrsschild mit
Für einen jungen Schützenfestbesucher im Südkreis könnte eine kuriose Nacht dagegen rechtliche Folgen haben. Polizisten trafen den nicht mehr ganz nüchternen Mann mit einem Verkehrszeichen unter dem Arm an und forderten ihn auf, das Schild zurückzubringen. Er sagte dies zu. Als die Beamten ihm später erneut begegneten, trug er das Schild allerdings immer noch mit sich herum. Nun muss sich der Mann wegen Diebstahls verantworten. Seine Erklärung gegenüber den Polizisten: Er sei betrunken – „und dann mache man das mal so“.
Trotz der ungewöhnlichen Fälle betont die Polizei, dass Bürger sich im Zweifel nicht scheuen sollten, Hinweise zu geben oder um Hilfe zu bitten. Jeder Hinweis werde ernst genommen.
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