Das Deutsche Studierendenwerk drängt auf ein Ende des Streits über die Bafög-Reform zwischen Union und SPD. Der Vorstandsvorsitzende warnt vor verheerenden Signalen an die Studierenden und sieht ohne höhere Sätze und Vereinfachungen die Zukunftsfähigkeit des Landes gefährdet.
Studierendenwerk kritisiert „Zick-Zack-Kurs“ der Regierung
Das Deutsche Studierendenwerk (DSW) fordert ein Ende des Streits über die Bafög-Reform zwischen Union und SPD. Der Zick-Zack-Kurs der Bundesregierung beim Bafög sei ein verheerendes Signal an die Studierenden und die junge Generation insgesamt, sagte der DSW-Vorstandsvorsitzende Matthias Anbuhl der „Rheinischen Post“.
Warnung vor verschärftem Fachkräftemangel
Der Fachkräftemangel werde sich in den kommenden Jahren verschärfen, denn die Boomer-Generation gehe nun Schritt für Schritt in Rente, so Anbuhl. Auch die Innovationspolitik und die High-Tech-Agenda der Bundesregierung werde man nur mit qualifizierten Fachkräften umsetzen können. „Die Ministerin und die Unions-Fraktion sägen an dem Ast, auf dem sie selbst sitzen.“
Forderung nach verlässlicher Zusage
Studierende bräuchten von der Bundesregierung die verlässliche Zusage, dass die versprochene Bafög-Reform mit höheren Sätzen und einer deutlichen Vereinfachung komme. „Bei den Studierenden herrscht mittlerweile tiefer Frust. Das Budget vieler Studierender ist auf Kante genäht, und diese Naht droht nun zu reißen“, so Anbuhl gegenüber der „Rheinischen Post“. Ein Verzicht auf eine Bafög-Erhöhung sei zukunftsvergessen.
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