Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) spricht sich gegen eine Flexibilisierung der Ladenöffnungszeiten an Sonntagen aus. Ein Sprecher der EKD betonte den gesellschaftlichen Wert des arbeitsfreien Sonntags und warnte vor negativen Folgen für Zusammenhalt und Alltag der Menschen.
EKD hebt gesellschaftliche Bedeutung des Sonntags hervor
Ein Sprecher der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sagte der „Rheinischen Post“ (Dienstag): „Der freie Sonntag ist für unsere Gesellschaft als Ganzes wertvoll – unabhängig davon, ob ein Mensch an Gott glaubt oder nicht“. Es brauche einen Tag in der Woche, an dem möglichst viele Menschen gleichzeitig freihaben, ergänzte er gegenüber der Zeitung.
Weiter sagte der Sprecher der EKD: „Der Sonntag schafft Raum für Familie, Freundschaften, Nachbarschaft und Ehrenamt.“ Gerade in Krisenzeiten stärke das den Zusammenhalt und gebe Menschen Kraft. Davon profitierten am Ende die ganze Gesellschaft und auch die Arbeitswelt, so der Sprecher der EKD in der „Rheinischen Post“.
Forderungen nach flexibleren Öffnungszeiten
Zuvor hatten sich Handelsverbände und Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), für eine flexiblere Gestaltung der Ladenöffnungszeiten an Sonntagen ausgesprochen.
