Einsatzkräfte kämpfen gegen Feuer auf belastetem Gelände. Anwohner wurden evakuiert.
Im Müritz-Nationalpark in Mecklenburg-Vorpommern breitet sich ein Waldbrand weiter aus. Wie der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mitteilte, sind inzwischen etwa 25 Hektar betroffen. Die Rauchwolke war weithin sichtbar, und die Einsatzkräfte versuchen, das Feuer einzudämmen. Besonders erschwerend ist, dass das betroffene Gelände mit Munition belastet ist, weshalb die Feuerwehr einen Sicherheitsabstand von 1.000 Metern einhalten muss. Die Kräfte arbeiten daher von außen, um den Brand zu bekämpfen. Etwa 200 Einsatzkräfte sind im Wechsel im Einsatz, wie die dpa berichtet.
Evakuierungen nach Feueralarm aufgehoben
Am Montagabend war zunächst die Evakuierung der Ortschaft Granzin angeordnet worden, wie t-online.de meldete. Später wurde diese jedoch wieder aufgehoben, nachdem sich die Lage beruhigt hatte. Auch die Evakuierungen für Granziner Mühle und Krienke wurden zwischenzeitlich zurückgenommen. Dennoch bleibt das Gemeindezentrum in Peckatel als Notunterkunft geöffnet, falls sich die Situation verschlechtert. Die Anwohner des Ortes Speck wurden ebenfalls darüber informiert, dass eine Evakuierung im Bedarfsfall möglich wäre.
Trockenheit und Wind behindern Löscharbeiten
Die Brandbekämpfung wird durch die Trockenheit und den Wind erschwert. Laut NDR hatte sich das Feuer zunächst rasant ausgebreitet, konnte aber durch die aufgebauten Brandriegel und die Arbeit der Einsatzkräfte verlangsamt werden. Besonders herausfordernd sind die langen Transportwege für das Löschwasser. Um das Feuer weiter einzudämmen, werden Riegelstellungen mit Kreisregnern ausgebaut, die den Wald beregnen.
Brandursache noch ungeklärt im Nationalpark
Die Brandursache ist noch unklar. Der Landkreis warnt ausdrücklich davor, den Nationalpark zu betreten. Landrat Müller geht davon aus, dass der Brand die Einsatzkräfte noch bis Ende der Woche beschäftigen wird. Bereits vor drei Wochen hatte ein Waldbrand auf munitionsbelastetem Gelände bei Neustrelitz die Feuerwehr vor große Herausforderungen gestellt.
Landkreis richtet Bürgertelefon für Betroffene ein
Für Betroffene und Anwohner hat der Landkreis ein Bürgertelefon unter den Nummern (0395) 57087 – 8230, -8070 oder -8190 eingerichtet.
