Angesichts der Energiekrise werden Forderungen laut, den Preis des Deutschlandtickets von 63 Euro vorerst einzufrieren und die für 2027 und 2028 vorgesehene Preiserhöhung auszusetzen. Mehrere Verkehrsvertreter und Landesminister warnen vor steigenden Kosten im öffentlichen Nahverkehr und fordern ein klares Signal zugunsten von Bus und Bahn.
Forderung nach Aussetzen der Preissteigerung
Der Ehrenvorsitzende des Fahrgastverbandes Pro Bahn, Detlef Neuß, fordert angesichts der Energiekrise, die geplante Anpassung des Deutschlandtickets zu stoppen. „Die durch den Preisindex festgeschriebene Erhöhung des Deutschlandtickets für die Jahre 2027 und 2028 muss ausgesetzt werden“, sagte er der „Rheinischen Post“ (Donnerstagausgabe). Die dafür nötigen Finanzmittel seien geringer als die 1,6 Milliarden Euro für den Tankrabatt, so der Experte gegenüber der Zeitung.
Unterstützung aus den Bundesländern
Der nordrhein-westfälische Verkehrsminister Oliver Krischer (Grüne) sprach sich ebenfalls gegen eine Preiserhöhung aus. „Ein stabiler Preis für das Deutschlandticket wäre das richtige Signal in dieser Zeit“, sagte er der „Rheinischen Post“. Krischer ergänzte, der öffentliche Nahverkehr dürfe nicht auf der Strecke bleiben, wenn für Tankrabatte und die Senkung der Luftverkehrsteuer Milliarden mobilisiert würden. Auch eine kostenfreie Mitnahme von Kindern und Jugendlichen würde viele Familien spürbar entlasten, erklärte der Grünen-Politiker der Zeitung.
Warnung vor Kürzungen im ÖPNV
Die saarländische Verkehrsministerin Petra Berg (SPD) warnte vor den steigenden Kosten im ÖPNV. Man solle nicht eine Situation riskieren, in der der Staat Benzin subventioniere, man aber Bus und Bahn zusammenstreichen müsse, sagte die Landesministerin der „Rheinischen Post“.
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