Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger zeigt sich offen für eine engere Zusammenarbeit mit der CSU und wirbt für ein gemeinsames Angebot an liberal-wertkonservative Wähler. Damit reagiert er auf einen Vorstoß des früheren CSU-Vorstandsmitglieds Peter Gauweiler, der ein „Bündnis Freie Wähler/CSU“ ins Gespräch gebracht hatte.
Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger hat sich offen für eine intensivere Kooperation mit der CSU gezeigt. „Wir brauchen in Deutschland wie in Bayern ein politisches Angebot für liberal-wertkonservative Wähler, die konstruktive Politik wollen“, sagte er der Mediengruppe Bayern (Donnerstagausgaben).
Vorschlag für „Bündnis Freie Wähler/CSU“
Zuvor hatte das frühere CSU-Vorstandsmitglied Peter Gauweiler ein „Bündnis Freie Wähler/CSU“ ins Gespräch gebracht. Aiwanger erklärte, über die konkrete Ausgestaltung eines solchen Modells müsse noch gesprochen werden. „Der Wähler könnte sich darunter durchaus etwas vorstellen, aber die jeweiligen Parteien hätten Probleme bei der Umsetzung“, sagte er der Mediengruppe Bayern.
„Getrennt marschieren – gemeinsam schlagen“
Als realistischer bezeichnete Aiwanger das bereits in Bayern praktizierte Modell einer Zusammenarbeit. „Getrennt marschieren – gemeinsam schlagen“, so Aiwanger gegenüber der Mediengruppe Bayern. Ziel sei es, der „zunehmenden Linkslastigkeit der Politik“ entgegenzuwirken, die seiner Ansicht nach zu mehr Proteststimmen an den politischen Rändern führe.
Strategische Zusammenarbeit mit der Union
Der Freie-Wähler-Vorsitzende zeigte sich zugleich zuversichtlich, mit seiner Partei bei einer stärkeren strategischen Zusammenarbeit mit der Union auch bundesweit erfolgreich sein zu können. Die Freien Wähler könnten dann in allen Bundesländern die Fünf-Prozent-Hürde überwinden. Bislang habe die Union seiner Partei jedoch „eher die kalte Schulter gezeigt“, sagte Aiwanger der Mediengruppe Bayern. Deshalb müsse man zugleich die eigene Stärke weiter ausbauen.
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