Im Friseursalon Hairstyle in der Osnabrücker Rehmstraße dreht sich alles um besondere und innovative Haarschneidetechniken. Inhaberin und Friseurmeisterin Eva Modrzejewski hat sich bereits vor einigen Jahren auf den sogenannten Calligraphy Cut spezialisiert – eine Schnitttechnik, bei der das Haar nicht mit einer herkömmlichen Schere, sondern mit einer speziellen Klinge geschnitten wird und die als besonders haarschonend gilt. Seit einiger Zeit bietet sie außerdem den Curving Cut an – eine Technik, die speziell auf Naturlocken abgestimmt ist und mit einer besonderen Schere durchgeführt wird.
Vom Calligraphy Cut zur Lockenspezialistin
Der Weg zur Spezialisierung begann vor rund fünf Jahren durch ihre Kollegin Elke Göttgens, die bereits intensiv mit dem Calligraphy Cut und Locken arbeitete und zudem die sogenannte „Curving-Cut-Schere“ entwickelte – ein Werkzeug, das speziell auf die Bedürfnisse von Naturlocken ausgelegt ist. „Ich bin froh, dass meine Kollegin mich damals auf das Thema aufmerksam gemacht hat“, erzählt Modrzejewski.
Heute investiert die Friseurmeisterin regelmäßig Zeit in Seminare und Fortbildungen. Erst im Februar besuchte sie eine Schulung zum Thema Afrohaare und Naturlocken. Denn das klassische Friseurhandwerk behandle das Thema Locken oft nur am Rande. „Das lernt man in der Ausbildung häufig nicht wirklich“, sagt Eva Modrzejewski. Genau darin habe sie jedoch eine Marktlücke erkannt – und gleichzeitig die Chance, sich in einem hart umkämpften Markt gezielt abzuheben.
Trockenschnitt statt Überraschungseffekt
Das Besondere am Curving Cut: Die Haare werden überwiegend im trockenen Zustand geschnitten – anders, als es im klassischen Friseuralltag meist üblich ist. „Bei Locken sieht man trocken einfach besser, wie die Haare fallen“, erklärt Eva. „Sonst springen sie später oft höher als erwartet.“
Scherzhaft vergleicht sie die Technik mit dem Schneiden eines Buchsbaums: Form und Volumen seien im trockenen Zustand deutlich besser erkennbar. Für einen Lockenschnitt nimmt sich die Friseurmeisterin deshalb bewusst viel Zeit. Zwischen eineinhalb und zwei Stunden dauert ein Termin im Durchschnitt.
Etwa zwei Kundinnen pro Tag kommen gezielt wegen ihrer Naturlocken zu ihr. Insgesamt betreut sie täglich rund vier Kundinnen. Viele von ihnen hätten zuvor schlechte Erfahrungen gemacht. „Lockenkundinnen haben oft Angst vorm Friseur“, erzählt Modrzejewski. Nicht wenige hätten sich ihre Haare über Jahre hinweg selbst geschnitten. Deshalb bietet sie zunächst kostenlose Beratungstermine an, um Vertrauen aufzubauen.
Positive Resonanz von vielen Seiten
Die Resonanz auf das Angebot sei durchweg positiv. Besonders schätzen Kundinnen, dass die Schnitte oft sechs bis acht Monate halten. Durch die Kombination aus Curving Cut und Calligraphy-Technik bleibe die Form häufig besonders lange erhalten. „Lockenkundinnen sind unglaublich dankbar“, sagt Eva. Gerade Menschen mit Naturlocken hätten oft jahrelang nach einem Friseur gesucht, der ihre Haarstruktur wirklich versteht. „Es gab auch Phasen, in denen ich aus dem Beruf aussteigen wollte“, erzählt sie offen. Gerade deshalb seien die heutigen Erfolgserlebnisse und die vielen zufriedenen Kundinnen für sie umso schöner.
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