Rund ein Drittel der Unternehmen in Deutschland sieht in der Aktivrente ein geeignetes Mittel gegen den Arbeitskräftemangel, während knapp ein Drittel sie als wenig oder gar nicht hilfreich einschätzt. Das zeigt eine aktuelle Personalleiterbefragung von Randstad und dem Ifo-Institut, die auch darauf hinweist, dass viele Betriebe bereits vor Einführung der Aktivrente Beschäftigte im Rentenbezug angestellt hatten.
Unterschiedliche Einschätzung der Aktivrente
Etwa jedes dritte Unternehmen (36 Prozent) hält die Aktivrente für ein hilfreiches Instrument gegen den Arbeitskräftemangel. Gleichzeitig findet etwa jedes vierte Unternehmen (28 Prozent) die Aktivrente wenig oder gar nicht hilfreich, wie aus der aktuellen Personalleiterbefragung von Randstad und dem Ifo-Institut hervorgeht.
„In der Aktivrente sehen die Unternehmen die Chance, Mitarbeitende auch nach dem Renteneintritt im Unternehmen zu halten“, sagte Daria Schaller, Ifo-Forscherin, laut Randstad und Ifo-Institut. „Andererseits befürchten einige Unternehmen, dass die Aktivrente das demografische Problem nicht löst, sondern es lediglich aufschiebt.“
Beschäftigte im Rentenalter bereits etabliert
Mehr als zwei Drittel (70 Prozent) der Unternehmen sagen, dass sie bereits vor der Einführung der Aktivrente Mitarbeitende beschäftigt haben, die Rente beziehen, wie aus der Personalleiterbefragung von Randstad und dem Ifo-Institut hervorgeht. Bei den restlichen 30 Prozent ist das nicht der Fall. Ein Großteil (83 Prozent) der Mitarbeiter im Rentenalter war dabei schon vor Renteneintritt im Unternehmen beschäftigt; nur 17 Prozent stiegen erst nach Ende ihres aktiven Arbeitslebens in ihre aktuelle Stelle ein.
Regelungen zur Aktivrente
Die Aktivrente gilt seit dem 1. Januar 2026. Sie schafft Anreize für Arbeitnehmer, auch nach Erreichen der Regelaltersgrenze einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachzugehen, indem ein steuerfreier Hinzuverdienst von bis zu 2.000 Euro monatlich (24.000 Euro jährlich) gewährt wird.
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