Die Telekom will die Kapazität ihres KI-Rechenzentrums in München deutlich ausbauen. Konzernchef Timotheus Höttges kündigte auf der Konferenz TECH des "Handelsblatts" an, die Zahl der Nvidia-Prozessoren in der Anlage von 10.000 auf 20.000 zu verdoppeln. Zugleich äußerte er sich zurückhaltend zu einer Beteiligung an noch größeren Rechenzentrumsprojekten in Deutschland.
Telekom verdoppelt Prozessorzahl im Münchner KI-Rechenzentrum
Telekom-Chef Timotheus Höttges sagte am Montag auf der Konferenz TECH des „Handelsblatts“, die Leistung des KI-Rechenzentrums des Unternehmens in München solle von 10.000 auf 20.000 Nvidia-Prozessoren verdoppelt werden. Die Telekom betreibt die Anlage nach seinen Angaben seit Februar gemeinsam mit Nvidia.
Zurückhaltung bei Gigafactory-Projekten
Gleichzeitig zeigte sich der Telekom-Chef bei weiteren großen Rechenzentrumsprojekten zurückhaltend. An einer Gigafactory in Deutschland werde sich die Telekom nur beteiligen, wenn das Geschäftsmodell stimme. Die EU plant, den Bau mehrerer Gigafactories in Europa zu fördern. Dabei handelt es sich um besonders starke KI-Rechenzentren mit 100.000 Spezialprozessoren (GPUs) oder mehr.
"Deutschland braucht eine AI-Gigafactory"
„Die Deutsche Telekom braucht keine AI-Gigafactory. Deutschland braucht eine AI-Gigafactory“, sagte Höttges auf der Konferenz TECH des „Handelsblatts“. Wer baue, benötige auch die entsprechende Auslastung. Die komme nicht von einem deutschen Sprachmodell, da Deutschland keine Firma hervorgebracht habe, die in einer Liga mit OpenAI oder Anthropic spiele. Andere Möglichkeiten seien nach seinen Worten nur Anwendungen mit Produktionsdaten der Industrie oder von Regierungskunden.
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