Der tote Buckelwal „Timmy“ treibt vor der dänischen Insel Anholt. Behörden warnen vor dem Kadaver.
Der tote Buckelwal „Timmy“, der vor der dänischen Insel Anholt angespült wurde, sorgt weiterhin für Bestürzung und Kontroversen. Nach seiner aufwendigen Rettungsaktion und Freilassung in der Nordsee wurde das Tier tot aufgefunden. Die dänischen Behörden haben bestätigt, dass es sich bei dem Kadaver um „Timmy“ handelt. Der Wal war zuvor in der Ostsee gestrandet und wurde in einer privaten Initiative in die Nordsee transportiert, wie der Spiegel berichtet. Die Rettungsaktion hatte viel Aufmerksamkeit erregt und zahlreiche Spenden eingeworben, doch letztlich konnte das Leben des Wals nicht gerettet werden. Die genauen Umstände seines Todes sind noch unklar, und es gibt unterschiedliche Berichte über die letzten Stunden des Wals.
Chaos bei Wal-Freilassung und Explosionsgefahr
Einige Augenzeugen berichten von Unstimmigkeiten und chaotischen Zuständen während der Freilassung, während andere Beteiligte die Vorwürfe zurückweisen. Die Reederei, deren Schiffe für den Transport gechartert wurden, wies die Vorwürfe zurück und betonte, dass die Freilassung des Wals von einem Bergungsteam eines Drittunternehmens durchgeführt wurde. Die Reederei sieht sich nicht in der Verantwortung für die Vorgänge auf der Barge, wie der Tagesspiegel berichtet. Die dänischen Behörden haben bisher keine Pläne, den Kadaver zu bergen oder zu untersuchen. Sie warnen jedoch eindringlich davor, sich dem toten Wal zu nähern, da von dem Kadaver eine Explosionsgefahr durch Verwesungsgase ausgehe.
Schaulustige riskieren Gesundheit für Fotos
Zudem bestehe die Gefahr der Übertragung von Krankheiten. Trotz dieser Warnungen haben Schaulustige versucht, auf den Kadaver zu klettern und Fotos zu machen. Ein Rentner, der auf den Wal geklettert war, zeigte keine Reue und begründete sein Verhalten damit, dass es sich um ein totes Tier handle. Die dänische Umweltschutzbehörde hat keine konkreten Pläne für eine Bergung des Wals oder eine Autopsie. Die deutschen Behörden haben jedoch Interesse an einer Obduktion gezeigt, um möglicherweise mehr über die Todesumstände zu erfahren. Das Meeresmuseum in Stralsund hat bereits seine Bereitschaft signalisiert, eine solche Untersuchung durchzuführen.
1,5 Millionen Euro für umstrittene Wal-Rettung
Die Kosten für die Rettungsaktion werden auf etwa 1,5 Millionen Euro geschätzt, wobei die Schiffskosten für den Transport noch nicht eingerechnet sind. Die private Initiative, die die Rettungsaktion durchgeführt hat, steht weiterhin in der Kritik. Einige Mitglieder der Initiative werfen den Verantwortlichen vor, die Freilassung des Wals nicht fachgerecht durchgeführt zu haben. Die Reederei hingegen betont, dass die Freilassung von einem Bergungsteam eines Drittunternehmens durchgeführt wurde und dass die Crew keine Handhabe über die Geschehnisse auf der Barge hatte. Die genauen Umstände des Todes von „Timmy“ bleiben somit weiter unklar und umstritten.
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