Die Bundeswehr verlegt erneut eine "Patriot"-Flugabwehreinheit in die Türkei, um ab Ende Juni die Nato-Luftverteidigung an der Südostflanke zu unterstützen. Der Einsatz der Einheit soll zunächst bis September dauern und wird vom Flugabwehrraketengeschwader 1 aus Husum gestellt.
Unterstützung für die Nato-Südostflanke
Wie das Verteidigungsministerium am Montag mitteilte, verlegt die Bundeswehr eine „Patriot“-Einheit in die Türkei. Damit solle ab Ende Juni die Nato-Luftverteidigung an der Südostflanke unterstützt werden. Der Einsatz sei vorerst bis September geplant.
Begleitet wird die „Patriot“-Feuereinheit von rund 150 deutschen Soldaten des Flugabwehrraketengeschwaders 1 aus Husum. Vor Ort sollen sie vor allem mit türkischen und US-amerikanischen Partnern zusammenarbeiten.
Frühere Einsätze des Systems
Zuletzt waren „Patriot“-Einheiten von 2013 bis 2015 im Rahmen der Nato-Operation „Active Fence“ im türkischen Kahramanmaras stationiert. Fast drei Jahre lang schützten die Flugabwehrraketensysteme der Bundeswehr den Nato-Luftraum an der Grenze zu Syrien. 2025 war das System fast ein Jahr lang im polnischen Rzeszów, in den Vorjahren erfolgten Einsätze in der Slowakei (2022/2023), in Polen (2023) sowie der Schutz des Nato-Gipfels in Litauen (2023).
Aufbau einer Patriot-Feuereinheit
Eine Patriot-Feuereinheit („Kampfstaffel“) besteht aus dem Staffelpersonal, einem Feuerleitstand, einem Multifunktionsradargerät, bis zu acht Startgeräten, einer Stromversorgungsanlage sowie einem Richtfunktrupp mit Antennenmastanlage. Unterstützt wird die Einheit in der Regel durch Stabs- und Unterstützungspersonal.
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