In Osnabrück startet das Projekt DigiKI an Grundschulen, um zu erproben wie künstliche Intelligenz und digitale Lernmethoden im Unterricht eingesetzt werden können. Ziel ist es, Schülerinnen und Schülern ein besseres Lernangebot zu bieten und Lehrkräfte zu entlasten.
18 Monate mit KI-Einsatz Lernen
Die Digitalisierung verändert unsere Gesellschaft grundlegend – und macht auch vor den Schulen nicht halt. Der Einsatz von KI in Schulen kann individualisiertes Lernen fördern, Sprache fördern und Lehrkräfte entlasten. Und genau darum geht es bei DigiKI: Innerhalb von 18 Monaten sollen Grundschulen aus der Stadt und dem Landkreis Osnabrück zu digitaler Kompetenz und sachgerechtem Umgang mit KI befähigt werden. Ziel ist es, dass Lehrkräfte durch digitale Werkzeuge entlastet werden, damit mehr Zeit für individuelle Förderung bleibt.
Mehr Zeit für individuelle Förderung
Kai Krafft, Bildungskoordinator der Stadt Osnabrück und Projektleiter von DigiKI betont: „Unser Leitsatz ist Pädagogik vor Technik. DigiKI digitalisiert nicht den Unterricht, sondern entlastet Lehrkräfte. So bleibt mehr Zeit für das, was wirklich zählt: die Kinder.“ Um das umzusetzen, bietet das Projekt ein umfassendes Programm aus Schulungen, Tool-Bereitstellung und Begleitung, um den Einstieg in die digitale und KI-gestützte Bildung zu erleichtern. Schwerpunkt ist dabei die Sprachförderung von Kindern, die mehrsprachig aufwachsen oder Deutsch als Zweitsprache lernen. Auch hier können KI-gestützte Anwendungen eingesetzt werden, um Kindern das Erlernen zu erleichtern.
Kostenlose Schulungen für Lehrkräfte mit DigiKI
DigiKI verfolgt dabei klare Ziele: Mehr als 300 Lehrkräfte können kostenlos in digitalen Kompetenzen und im Einsatz von KI geschult werden. Erfolgreiche Praxisbeispiele werden dokumentiert und zwischen den Schulen geteilt, um ein nachhaltiges Netzwerk für gemeinsames Lernen und Weiterbildung aufzubauen. Möglich wird das Projekt durch die Förderung der Friedel & Gisela Bohnenkamp-Stiftung, der FROMM-Stiftung, der Stiftung Stahlwerk Georgsmarienhütte und des privaten Förderers Klaus Hellmann. Gemeinsam stellen sie 240.000 Euro für die Umsetzung bereit. Den Anstoß zu dem Projekt gaben die Förderer selbst: Sie hatten den Bedarf an den Grundschulen in Stadt und Landkreis Osnabrück erkannt und wollten gezielt unterstützen. Auch das Regionale Landesamt für Schule und Bildung sowie das Kompetenzzentrum Osnabrück unterstützen die Initiative.
Schulen können sich noch anmelden
Oberbürgermeisterin Katharina Pötter macht die Bedeutung dieser Unterstützung deutlich: „Dass sich diese engagierten Stiftungen gemeinsam für unsere Schulen einsetzen, ist ein starkes Zeichen für die Bildungsregion Osnabrück. Für diese großzügige Unterstützung sind wir sehr dankbar.“ Eingeladen zur Teilnahme sind alle Grundschulen aus Stadt und Landkreis Osnabrück. Bereits 43 Schulen haben sich angemeldet. Schulen, die noch nicht dabei sind, haben weiterhin die Möglichkeit, sich anzumelden – die Anmeldung sollte allerdings zeitnah erfolgen.
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