Die U16-Basketballerinnen des Osnabrücker Gymnasiums „In der Wüste“ haben beim Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ in Berlin einen herausragenden 4. Platz erreicht. Nach spannenden Spielen und beeindruckendem Teamgeist zählt die Mannschaft damit zu den vier besten Schulmannschaften Deutschlands.
Fotos, Interviews und Turnieratmosphäre
Für das Gymnasium „In der Wüste“ war schon die Qualifikation für das Bundesfinale ein großer Erfolg. Als niedersächsischer Landessieger reiste die U16-Mädchenmannschaft nun nach Berlin, um dort das Land Niedersachsen im Basketball zu vertreten. Mit dabei waren neun Spielerinnen, eine Schülerin als Schülermentorin, Lehrkraft Nele Keller sowie Martina Flerlage, Coach und Jugendkoordinatorin beim Osnabrücker Sportclub. Bereits die Ankunft in Berlin machte deutlich, dass dieses Bundesfinale weit mehr ist als ein gewöhnliches Turnier. Nach der Akkreditierung am Berliner Hauptbahnhof und den ersten Stationen vor Ort, an denen die Schülerinnen Fotos machen, Interviews führen und Turnieratmosphäre schnuppern konnten, ging es für das Team weiter in die Vertretung des Landes Niedersachsen beim Bund in Berlin. Dort wurden die niedersächsischen Mannschaften offiziell durch die Delegationsleitung begrüßt – ein besonderer Moment, der das Gefühl verstärkte, nicht nur als Schulmannschaft, sondern als Vertreterinnen ihres Bundeslandes in Berlin anzutreten.
Team qualifizierte sich für Finalrunde
Am Folgetag startete dann der sportliche Teil des Turniers. In der ersten Begegnung traf das Team auf die Main-Taunus-Schule Hofheim aus Hessen. Obwohl die Wüsten-Mädchen über weite Strecken führten und drei Viertel lang sehr gut im Spiel waren, mussten sie sich am Ende mit 24:38 geschlagen geben. Die Enttäuschung war zunächst groß, doch das Team zeigte direkt danach eine starke Reaktion. Gegen die Oberschule Findorff Bremen gelang ein deutlicher 56:12-Sieg. Mit viel Tempo, konzentrierter Verteidigung und großem Teamgeist meldete sich die Mannschaft eindrucksvoll zurück. Auch gegen das Weinberg-Gymnasium Kleinmachnow aus Brandenburg zeigte das Team eine überzeugende Leistung und qualifizierte sich damit für die Finalrunde. Dort wartete zunächst das Gymnasium Theresianum Mainz aus Rheinland-Pfalz. Was folgte, war ein echter Krimi: In einem packenden Spiel, in dem beide Teams bis zur letzten Sekunde kämpften, setzten sich die Osnabrückerinnen hauchdünn mit 37:36 durch. Der Jubel nach der Schlusssirene war riesig. Ein Moment, der allen Beteiligten lange in Erinnerung bleiben wird. Anschließend traf das Team auf das Rotteck-Gymnasium Freiburg aus Baden-Württemberg. Auch hier zeigten die Mädchen großen Einsatz, viel Mut und bemerkenswerte Nervenstärke. Nach diesen emotional intensiven Spielen war die Mannschaft körperlich und mental bereits stark gefordert, doch der Traum vom Finale lebte weiter.
Positive Entwicklung des Basketballs am Gymnasium „In der Wüste“
Im Halbfinale ging es gegen die Sportschule im Olympiapark – Poelchau-Schule Berlin, eine ausgewiesene Sportschule und spätere Bundessiegerin. Gegen die stark besetzte Berliner Mannschaft mussten sich die Wüsten-Mädchen deutlich geschlagen geben. Trotzdem war allein das Erreichen des Halbfinales ein außergewöhnlicher Erfolg und ein Beweis dafür, dass das Team auf Bundesebene konkurrenzfähig ist. Einen Tag später dann das Spiel um Platz 3 gegen Münster auf dem Programm. Nach den kräfteraubenden Partien des Vortages, vielen Emotionen und mehreren Verletzungen fehlte der Mannschaft am Ende die Energie, um noch einmal an die vorherigen Leistungen anzuknüpfen. Das Spiel ging mit 20:46 an Nordrhein-Westfalen. Die erste Enttäuschung wich jedoch schnell einem überwältigenden Gefühl von Stolz: Platz 4 in Deutschland — ein Ergebnis, das am Gymnasium „In der Wüste“ niemand als selbstverständlich ansehen kann. Die Mannschaft hat mehr erreicht, als man sich vor Turnierbeginn zu träumen gewagt hatte. Nach dem 8. Platz der U18-Jungen im vergangenen Jahr bedeutet der 4. Platz der U16-Mädchen eine weitere deutliche Steigerung und unterstreicht die positive Entwicklung des Basketballs am Gymnasium „In der Wüste“.
Enge Kooperation mit den OSC-Panthers Osnabrück
Ein wichtiger Baustein dieses Erfolgs ist die enge Kooperation mit den OSC-Panthers Osnabrück, die in den kommenden Jahren weiter vertieft werden soll. Ziel ist es, sportliche Talente zu fördern, schulische und sportliche Entwicklung miteinander zu verbinden und auch in Zukunft Teams zum Bundesfinale von „Jugend trainiert für Olympia & Paralympics“ zu führen. Ein besonderer Dank gilt Martina Flerlage für das Coaching, die Vorbereitung und die engagierte Betreuung der Mannschaft. Ebenso groß war die Unterstützung durch die Sportlehrkräfte und die Eltern: Einige reisten sogar extra zum Spiel um Platz 3 nach Berlin, um die Mädchen vor Ort anzufeuern. Auch wenn es am Ende nicht mit einem Sieg belohnt wurde, zeigte diese Unterstützung, wie sehr die gesamte Schulgemeinschaft mitgefiebert hat. Den feierlichen Abschluss bildete die große Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle. In beeindruckender Atmosphäre wurden die Ergebnisse aller Sportarten gewürdigt, gemeinsam gesungen, die Nationalhymne gespielt und die Siegerteams geehrt. Mit dabei waren zahlreiche Gäste aus Sport und Politik, darunter unter anderem Leichtathletik-Olympiasieger Robert Harting, der als Pate des Wettbewerbs vor Ort war.
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