20-Jähriger festgenommen – Opfer war Bankmitarbeiter
In einer Bankfiliale im Regensburger Westen ist am Donnerstagnachmittag ein Mann bei einer Messerattacke tödlich verletzt worden. Wie die Mittelbayerische und die Süddeutsche Zeitung berichten, wurde der 20-jährige Tatverdächtige rund drei Stunden nach dem Vorfall von Spezialkräften der Polizei festgenommen. Er soll sich widerstandslos der Festnahme unterzogen haben und blieb dabei unverletzt. Die Ermittler gehen von einem Einzeltäter aus, wie eine Sprecherin des Polizeipräsidiums Oberpfalz bestätigte. Hinweise auf weitere Beteiligte lägen nicht vor.
Bankmitarbeiter stirbt nach brutaler Attacke
Das Opfer, ein Mitarbeiter der Hypovereinsbank, erlag seinen schweren Verletzungen im Krankenhaus. Laut Welt und Tagesschau handelte es sich um einen 58-jährigen Filialleiter. Die Bank teilte mit, sie sei zutiefst bestürzt über den Verlust eines Kollegen und drücke der Familie und den Betroffenen ihr Mitgefühl aus. Auch Regensburger Oberbürgermeister Thomas Burger (SPD) äußerte sich erschüttert und sprach von „Stunden großer Unsicherheit“.
Behörden prüfen die nächsten Schritte
Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen eines Tötungsdelikts und eines Raubüberfalls. Zunächst war von einer möglichen Geiselnahme die Rede gewesen, da die Zahl der im Gebäude befindlichen Personen lange unklar blieb. Einsatzkräfte brachten zwei weitere Personen unverletzt aus der Filiale. Der Bereich um den Tatort wurde weiträumig abgesperrt, bis die Lage geklärt war.
Tatverdächtiger kommt vor Haftrichter
Der Tatverdächtige, ein Deutscher mit deutscher Staatsangehörigkeit, soll am Freitag dem Haftrichter vorgeführt werden. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen im Laufe des Tages in einer Pressekonferenz erste Erkenntnisse bekannt geben. Bislang sind das Motiv und der genaue Hergang der Tat noch unklar. Die Spurensicherung und die Vernehmungen dauern an.
Herrmann lobt Einsatz der Spezialkräfte
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) bezeichnete den Getöteten als „Opfer eines brutalen, unvermittelten Angriffs“ und lobte den professionellen Einsatz der Spezialkräfte. Die Unterstützung der betroffenen Bankmitarbeiter habe nun höchste Priorität, betonte die Hypovereinsbank.