Nach dem brutalen Angriff auf einen obdachlosen Mann in der Osnabrücker Innenstadt ruft die Linke zu einer Solidaritätskundgebung auf. Die Veranstaltung findet am kommenden Montag (27. Juli) um 18 Uhr auf dem Platz der Deutschen Einheit vor dem Theater statt. Die Partei erklärt, ihre Solidarität gelte dem Opfer und dessen Umfeld.
Lückenlose Aufklärung gefordert
Aus Sicht der Linken steht die Tat für eine zunehmende Gewalt gegen arme, obdachlose und nicht-weiße Menschen. Sie fordert, wie Grünen-OB-Kandidat Volker Bajus, eine lückenlose Aufklärung des Angriffs. Außerdem fordert die Linke einen grundlegenden Kurswechsel in der kommunalen Sicherheits- und Sozialpolitik. Statt Verdrängung setzt die Partei auf Prävention, soziale Hilfsangebote und mehr Unterstützung für wohnungslose Menschen.
Kritik an Waffen- und Alkoholkonsumverbotszone
Kritik übt die Linke zudem an der bestehenden Waffen- und Alkoholkonsumverbotszone. Diese löse die sozialen Probleme nicht, sondern verlagere sie lediglich an andere Orte in der Stadt. Oberbürgermeisterkandidat Prof. Dr. Thomas Groß spricht von einem „Weckruf für unsere Stadt“ und fordert, Wohnungslosigkeit, Rassismus und soziale Ausgrenzung entschlossen zu bekämpfen, statt Betroffene zu verdrängen.
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