Nach der Wahlniederlage der SPD in Rheinland-Pfalz wollen die Parteivorsitzenden Lars Klingbeil und Bärbel Bas im Amt bleiben. Beide verwiesen nach einer Sitzung des Parteipräsidiums im Willy-Brandt-Haus darauf, dass die Partei in der aktuellen Lage handlungsfähig bleiben müsse und sich auf Inhalte statt Personaldebatten konzentrieren solle.
Parteispitze will Kurs halten
SPD-Parteivorsitzender Lars Klingbeil machte nach der Sitzung des Parteipräsidiums deutlich, dass er trotz der Wahlschlappe in Rheinland-Pfalz nicht an einen Rückzug denkt. Es sei klar, dass nach einem solchen Wahlausgang auch über Personal diskutiert werde, sagte Klingbeil am Montag im Willy-Brandt-Haus. Zugleich betonte er: „Ich bin sehr dankbar dafür, wie kontrovers, wie hart, aber auch wie offen wir diskutiert haben.“ Angesichts der aktuellen Lage stellte Klingbeil klar: „Wir werden nicht die zweitgrößte Regierungspartei jetzt in ein Chaos stürzen und in einen Prozess gehen, wo wir uns um uns selbst drehen und uns nicht um das Land kümmern.“
Bas warnt vor Selbstzerfleischung
Auch Bundestagspräsidentin und SPD-Parteivorsitzende Bärbel Bas äußerte sich in eine ähnliche Richtung. Die Menschen erwarteten, „dass die SPD sich nicht jetzt in Selbstzerfleischung ergießt, sondern dieses Land braucht jetzt auch eine starke Regierung“, sagte sie. Nach ihren Worten sei es unisono auch die Meinung im Präsidium, dass man jetzt über die Inhalte und die Strategie reden müsse, wie man das Land nach vorne bringe. „Es macht keinen Sinn, jetzt über Personal wochenlang uns zu zerlegen“, so Bas.
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