Die AfD führt in aktuellen Umfragen, während die Unzufriedenheit mit der Regierung steigt.
Die AfD hat laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov deutlich an Zustimmung gewonnen und liegt bei der Sonntagsfrage mit 27 Prozent an der Spitze. Dies stellt ein Plus von einem Prozentpunkt gegenüber dem Vormonat dar, wie mehrere Quellen übereinstimmend berichten. Die Partei konnte sich damit deutlich von den anderen politischen Kräften absetzen und liegt klar vor der Union, die in der gleichen Umfrage auf 23 Prozent kommt. Dies ist der niedrigste Wert für die CDU/CSU seit Dezember 2021, wie sowohl die Welt als auch t-online berichten. Die SPD verliert ebenfalls an Zustimmung und kommt auf 13 Prozent, ein Rückgang um einen Prozentpunkt. Grüne und die Linke gewinnen je einen Prozentpunkt hinzu und kommen auf 14 beziehungsweise 10 Prozent.
FDP und BSW scheitern an Fünf-Prozent-Hürde
FDP und BSW landen bei je 4 Prozent und würden damit weiterhin den Einzug in den Bundestag verpassen. Für die repräsentative Stichprobe befragte YouGov zwischen dem 10. und 13. April insgesamt 2.178 wahlberechtigte Personen. Parallel zur steigenden Zustimmung für die AfD wächst die Unzufriedenheit mit der schwarz-roten Bundesregierung. 79 Prozent der Befragten gaben an, mit der Arbeit des Kabinetts unzufrieden zu sein.
Union verliert massiv an Unionswähler-Zufriedenheit
Besonders deutlich ist der Stimmungsumschwung unter Unionswählern: Waren im März noch 48 Prozent von ihnen mit der Regierung zufrieden, sind es im April nur noch 34 Prozent, wie der Stern berichtet. Zum Vergleich: Bei der ersten Messung im Juni 2025 lag dieser Wert YouGov-Angaben zufolge noch bei 55 Prozent. In anderen Umfragen zeigt sich ein ähnliches Bild, wenn auch mit leicht abweichenden Zahlen. Laut einer Insa-Umfrage für die ‚Bild am Sonntag‘ kam die Union Anfang April auf 25 Prozent und lag damit knapp hinter der AfD, die bei 26 Prozent stabil blieb. Im ARD-‚Deutschlandtrend‘ von Infratest dimap kam die Union Anfang des Monats auf 26 Prozent. Die AfD lag in dieser Erhebung bei 25 Prozent, wie die Welt berichtet.
AfD profitiert von Regierungsunzufriedenheit
Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge, wie der Stern betont. Die aktuellen Umfrageergebnisse zeigen jedoch deutlich, dass die AfD von der Unzufriedenheit mit der Bundesregierung profitiert. Die Koalitionsparteien verlieren weiter an Zustimmung in der Bevölkerung, während die AfD ihre Position als stärkste Kraft ausbauen konnte. Es bleibt abzuwarten, wie sich diese Trends in den kommenden Monaten entwickeln werden.
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