Die Schweizer Fußballnationalmannschaft hat ihr zweites Gruppenspiel bei der WM in Inglewood mit 4:1 gegen Bosnien-Herzegowina gewonnen und damit drei wichtige Punkte eingefahren. Nach einem schwachen Auftakt gegen Katar zeigte sich das Team von Trainer Murat Yakin deutlich verbessert und verschaffte sich eine deutlich bessere Ausgangsposition im Kampf um das Weiterkommen.
Überlegenheit nach schwachem Turnierstart
Die Mannschaft von Trainer Murat Yakin kontrollierte die Partie über weite Strecken und setzte Bosnien-Herzegowina früh unter Druck. Die Schweiz hatte von Beginn an mehr Ballbesitz und attackierte den Gegner vor allem über die linke Seite. Mehrere Annäherungen durch Dan Ndoye und Remo Freuler blieben zunächst jedoch ohne Ertrag, da es an der letzten Präzision im Abschluss fehlte.
Bosnien-Herzegowina konzentrierte sich überwiegend auf die Defensivarbeit und kam nur vereinzelt zu gefährlichen Gegenstößen. Die beste Gelegenheit vor der Pause vergab Sead Kolasinac, dessen Abschluss nach einem Doppelpass mit Ermedin Demirovic abgeblockt wurde.
Wenig Chancen, dann die späte Führung
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie lange ausgeglichen und chancenarm. Die Schweizer erhöhten zwar den Druck, scheiterten aber mehrfach an Torhüter Nikola Vasilj. Besonders spektakulär war ein Fallrückzieher von Ndoye, den der bosnische Schlussmann stark entschärfte.
Die Wende brachte Einwechselspieler Johan Manzambi. Kurz nach seiner Hereinnahme landete der Ball nach einer Flanke von Ruben Vargas im Rückraum, wo Manzambi per Volley zum 1:0 traf (74.).
Bosnien-Herzegowina geriet wenig später zusätzlich in Schwierigkeiten. Tarik Muharemovic stoppte den durchgebrochenen Breel Embolo unmittelbar vor dem Strafraum mit einem Foul und sah wegen einer Notbremse die Rote Karte (80.).
Tore in Unterzahl und turbulente Schlussphase
In Überzahl nutzte die Schweiz den gewonnenen Raum konsequent. Ruben Vargas erhöhte in der 84. Minute, als er nach einem Querpass im Strafraum flach ins Eck abschloss und auf 2:0 stellte. In der Nachspielzeit meldete sich Bosnien-Herzegowina aber noch einmal zurück: Ermin Mahmic nutzte einen Abpraller und traf per Volley zum 3:1 (90.+3).
Die Entscheidung fiel endgültig in einer turbulenten Schlussphase. Zunächst wurde Breel Embolo im Strafraum gefoult, sodass es Elfmeter für die Schweiz gab. Granit Xhaka übernahm Verantwortung und verwandelte den Strafstoß in der 7. Minute der Nachspielzeit sicher zum 4:1-Endstand.
Mit dem klaren Erfolg verbessert die Schweiz ihre Ausgangsposition in der Gruppe deutlich, während Bosnien-Herzegowina trotz des späten Treffers weiterhin unter Druck im Kampf um das Weiterkommen steht.
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