Russland hat den deutschen Botschafter in Moskau, Alexander Graf Lambsdorff, erneut ins Außenministerium einbestellt. Anlass sind Vorwürfe gegen einen deutschen Abgeordneten, dieser unterstütze eine tschetschenische "Terrororganisation". Die Bundesregierung wies die Anschuldigungen als "haltlos" zurück.
Vorwürfe gegen CDU-Außenpolitiker
Nach Angaben des russischen Außenministeriums wurde Botschafter Alexander Graf Lambsdorff am Montag einbestellt. Als Grund nannte das Ministerium die angebliche Unterstützung eines deutschen Abgeordneten für eine tschetschenische „Terrororganisation“. Die Bundesregierung bezeichnete die Vorwürfe als „haltlos“.
Dem CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter wurde offenbar vorgeworfen, sich kürzlich in Kiew mit dem Anführer der in Russland verbotenen Gruppierung „Tschetschenische Republik Itschkerien“ getroffen und deren „antirussische Aktivitäten“ befürwortet zu haben.
Russische Anschuldigungen
Das russische Außenministerium wertete das angebliche Treffen als Beweis dafür, dass die deutschen Behörden beabsichtigten, sich in die inneren Angelegenheiten Russlands einzumischen und Gefahren für dessen nationale Sicherheit zu schaffen.
Frühere Einbestellung im Juni
Bereits im Juni war Lambsdorff vom russischen Außenministerium wegen einer angeblichen „Verfolgung“ russischer Journalisten in Deutschland einbestellt worden. Das Auswärtige Amt in Berlin hatte die Vorwürfe bereits damals entschieden zurückgewiesen.
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