Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat den Vorstoß von Deutschem Gewerkschaftsbund (DGB) und Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) zu einer verpflichtenden Betriebsrente für Arbeitnehmer in Deutschland kritisiert. DIW-Präsident Marcel Fratzscher warnt vor zusätzlichen Belastungen für Unternehmen und fordert stattdessen staatliche Anreize und eine Stärkung der gesetzlichen Rente.
DIW warnt vor Verpflichtung zur Betriebsrente
Marcel Fratzscher
Der Wirtschaftswissenschaftler forderte, die Bundesregierung solle nicht erneut den Fehler machen, notwendige sozialpolitische Verbesserungen auf die Unternehmen abzuwälzen, ohne selbst ausreichend Verantwortung zu übernehmen. Um die Zahl der Betriebsrenten zu erhöhen, brauche es bessere Anreize, einfache Verfahren und finanzielle Unterstützung durch den Staat. Die oberste Priorität müsse die Stärkung der gesetzlichen Rente bleiben.
Forderung nach verpflichtender betrieblicher Alterssicherung
Yasmin FahimiLars Klingbeil (SPD) unterstützte den Vorschlag am Montagabend in der ARD.
Die Debatte um verpflichtende Betriebsrenten für alle Erwerbstätigen in Deutschland spitzte sich damit kurz vor dem für Mittwochabend geplanten Reform-Gipfel im Kanzleramt noch einmal zu.
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