Kurz vor der Kommunalwahl hat das Unordnungsamt Osnabrück eine neue Plakataktion gestartet. Mit kurzen Dialogen im Stadtbild will die Gruppe erklären, was sie unter Antifaschismus versteht – und Menschen dazu aufrufen, sich gegen Rechtsextremismus und Ausgrenzung zu engagieren.
Werte der Mehrheitsgesellschaft im Mittelpunkt
Auf den Plakaten stehen Sätze wie: „Ich will, dass meine Tochter ihre Zukunft selbst bestimmen kann.“ Darauf folgt die Antwort: „Dann bist du Antifaschist*in!“ Nach Darstellung des Unordnungsamts soll damit deutlich werden, dass Werte wie Gleichberechtigung, Toleranz und Menschenrechte weit in der Gesellschaft verankert seien.
Kritik an AfD und politischem Kurs
Die Aktion richtet sich auch gegen einen aus Sicht der Gruppe zunehmenden Rechtsruck. Alina Fuchskamp, Aktivistin beim Unordnungsamt, sagt: “Die AfD steht für eine autoritäre Regierung und ein rückwärtsgewandtes Weltbild voller Ausgrenzung und Hass. Die Rechte von Menschen, die aufgrund von Hautfarbe, Herkunft, sexueller Orientierung, geschlechtlicher Identität oder anderen Faktoren nicht in das Weltbild der AfD passen, sind akut bedroht.”
Antifaschismus als Haltung
Das Unordnungsamt betont, „die Antifa“ sei keine einzelne Organisation, sondern Antifaschismus eine politische Haltung. Unter dem Motto „Sei Antifaschist*in – werde aktiv!“ verweist die Gruppe unter anderem auf die Kampagne „Den Rechten die Räume nehmen“, das Offene Antifa-Café und eigene Aktivitäten.
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